Wahre Verbrechen I Ein Treffen mit Folgen I True C...

Wahre Verbrechen I Ein Treffen mit Folgen I True Crime Dokumentation T

Wahre Verbrechen I Ein Treffen mit Folgen I True Crime Dokumentation  

Romerie Rees Rodriguez war eine 33-jährige Frau aus der Dominikanischen Republik. Sie arbeitete hier in Deutschland als Prostituierte. Der Fall zeigt im Prinzip dieses diese Gefahr und dieses Risiko, unter dem diese Frauen arbeiten, ganz deutlich. Das Problem bei dem Fall war eigentlich nicht, dass wir zu wenig Spuren hatten, sondern wir hatten eigentlich zu viele.

Das ist schon eine Tat, wie wir sie nicht ständig haben. Diese Brutalität. Bedauerlicherweise war die Reaktion auf das Phantombild nicht so, wie wir uns das erhofft hatten. Wolfsburg   im Jahr 2016. Eine Prostituierte plant in Kürze ihre Rückkehr in ihrer Heimat. Doch dann wird die 33-jährige brutal umgebracht.

Wer hat Romeri Rei Rodriguez getötet und warum? Dem Braunschweiger Oberstaatsanwalt Hanschristian Wolas liegt die Klärung der Tat sehr am Herzen. Für mich ist der Fall in soweit besonders, als er eigentlich mein erstes Tötungsdelikt war, was ich als Staatsanwalt bearbeitet habe. Auf der anderen Seite zeigt natürlich der Fall auch, wie gefährdet gerade Prostituierte sind.

 Ähm insbesondere, wenn es sich eben um Frauen handelt, die nicht aus Deutschland kommen, die hier fremd sind, die hier sozial nicht verankert sind. Romerie Ries Rodriguez stammt aus der Dominikanischen Republik und arbeitet seit mehreren Jahren als Prostituierte in Norddeutschland. Rom war reisentätig, das heißt, sie hielt sich immer nur etwa eine Woche an einem Ort auf und zog dann in eine andere Stadt weiter.

 Zu Hause hatte sie drei Kinder und mit ihren Einnahmen hat sie auch versucht, die Familie zu unterstützen. Das heißt hat regelmäßig Geld in die Dominikanische Republik überwiesen, um eben die Kinder tatsächlich über Wasser zu halten. Die Frau spricht relativ schlecht Deutsch. Die Kontakte zu Kunden organisiert deshalb ihre Schwägerin in Hamburg für sie.

 Ah yes, wenn sich da in Kontakt gemeldet hat, dann hat er bei der Schwägerin angerufen, die relativ gut Deutsch konnte. Die Schwägerin hat dann den Termin vereinbart und hat dann Romery nur noch per WhatsApp kurz den Termin äh übermittelt. Allerdings lebte sie natürlich auch von Laufkundschaft. Das heißt, das waren Personen, die einfach an der Tür geklopft haben.

 Äh und wenn Romeri Zeit hatte, dann sind sie eben reingekommen und äh sind dann von Romeri bedient worden. Anfang November 2016 arbeitet Romeri Rodriguez in einem Bungalo in Wolfsburg Vors Felde. Das hieß bei Sandy. Das war im Prinzip so eine Art Wohnungsbordell für eine Person. Da waren also auch ein Schlafraum, eine Küche und eben auch das der Arbeitsraum.

 Ähm, da wollte sie eine Woche bleiben und wollte dann eigentlich äh zeitnah weiterziehen. Tatsächlich hatte sie auch schon Fluttickets äh für eine Rückkehr in die Dominikanische Republik gebucht. Am 11. November 2016 macht sich ihre Schwergerin Sorgen. Sie erreicht Romerie nicht und ruft daher den Vermieter des Bungerlos an. Am 11.

11.2016 2016 gegen 15:06 Uhr ist der Vermieter an diesem Objekt erschienen, ist dann über ein Fenster in das ähm Gebäude reingeklettert und hat dann dort auf dem Fußboden Romerie aufgefunden. Zu dem Zeitpunkt hat sie noch gelebt. Ähm er hat dann daraufhin sofort einen Notruf abgesetzt. Äh der Notarzt konnte dann allerdings nach dem Eintreffen nur noch den Tod feststellen.

Also Romri ist quasi dann in Anwesenheit des Vermieters dort verstorben, ohne dass sie noch was sagen konnte. Romery Rodriguez wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen und sie wurde mit einem Knoten gefesselt. Die Polizei verdächtigt als erstes den Vermieter, der die Beamten gerufen hatte. Sie misstrauen zunächst den Schilderungen des Mannes, glauben ihm nicht, dass er mit Mitte 60 durch dieses Fenster in den Bungalo geklettert ist.

Doch der Mann steigt vor ihren Augen erneut auf die Mülltonne, hechtet durch das Fenster ins Innere, landet auf einem Sofa und kann die Ermittler damit überzeugen. Ein großes Problem für die Kriminaltechnik ist die Spurenlage am Leichenfundort. Das Problem bei dem Fall war eigentlich nicht, dass wir zu wenig Spuren hatten, sondern wir hatten eigentlich zu viele.

Wenn jemand in so einem Gebäude arbeitet, was eben doch von der Vielzahl von Personen frequentiert wird, wo auch immer wieder die Bewohner wechseln, dann finden sie natürlich eine Menge von Spuren, die die zeitlich häufig gar nicht eingegrenzt werden können. Ähm, so war es hier auch aufgrund ihrer Tätigkeit als Prostituierte.

 Wir haben natürlich jede Menge Kondome gefunden. Es gab eine ganze Menge DNA Spuren an Handtüchern auf Gegenständen in der Wohnung. Ein Motiv bleibt zunächst unklar. Ob beispielsweise Geld gestohlen wurde, kann zunächst nicht gesagt werden. Ist in dem Bungalo ein Streit eskaliert oder wurde Romeri Rodriguez vorsätzlich getötet? Wir haben versucht zu rekonstruieren, mit welchen Personen Romeri vor ihrem Tod Kontakt hatte.

 Das heißt, wir haben versucht herauszubekommen, wer dort als Kunde oder Interessent möglicherweise aufgelaufen ist. Wir haben versucht über die Nachbarschaft rauszubekommen, ob es Streit gegeben hat mit Personen, ob es in den Tagen davor auffällige Vorfälle gegeben hat. Sie hat sich gewährt. Die Schwergerin berichtet der Polizei.

Romery sei am Vorabend der Tat bedroht worden. Ja. Hat sie ihn beschrieben oder Namen genannt? Nein, es sei eine männliche Person zu ihr gekommen äh in dem Bungalo. Habe sie dort sehr aggressiv äh ihr gegenüber gestanden, habe sie an die Wand gedrückt und erst als Romeri dann mit der Polizei drohte, hat die Person dann abgelassen und ist wieder gegangen.

 Wir konnten das so weiter nicht verifizieren. Wir haben diese Person nie ermitteln können. Ob das ganze im Zusammenhang mit dem späteren Mord steht, wissen wir nicht. Ist der Mann, der Romeri Rodriguez bedroht hat, zurückgekommen oder war der Täter jemand ganz anderes? Bei den Ermittlung war so, dass zunächst mal ähm wie das häufig so ist, man versucht den letzten Kunden bei einer Prostituierten zu ermitteln.

 Ähm wir haben hier tatsächlich auch eine Person feststellen können, die sich telefonisch angemeldet hatte. In der Vernehmung hat die Person dann angegeben, dass sie denen Termin vereinbart hatte, auch dort erschienen ist vor Ort, allerdings beim Klingeln niemand geöffnet hatte. Wir haben dann als nächstes zwei Passanten gefunden, die gesagt haben, sie hätten eine auffällige Person gesehen, die aus Richtung des Bungerlos gekommen wäre, auffällig dunkel gekleidet, mit Kapuzzenjacke, auch eher ungepflegtes Äußeres. Ähm, diese beiden äh Personen

sind im Prinzip unsere wichtigsten Zeugen geworden. Äh, durch eine Dashcam Kamera eines parkenden Autos konnten die Angaben verifiziert werden. Tatsächlich konnte man dort erkennen, dass offenbar eine Person diesen Bungalo verlassen hat. ungefähr zu der Zeit, als der angemeldete Kunde dort ebenfalls erschienen ist.

 Die beiden haben sich also wahrscheinlich nur um wenige Sekunden verfehlt und wir müssen davon ausgehen, dass diese Person der letzte war, der in diesem Bungalo war und damit besteht gegen die Person natürlich der Verdacht, dass es auch diejenige gewesen ist, die Romerie getötet hat. Mit Hilfe des Kunden und den anderen beiden Zeugen vor dem Bordell erstellen die Ermittler ein Phantombild des Unbekannten.

Bedauerlicherweise war die Reaktion auf das Phantombild nicht so, wie wir uns das erhofft hatten. Es gab natürlich einige Hinweise, denen wir auch nachgegangen sind. Es hat sich aber tatsächlich keine Person finden lassen, die diesem Phantombild entsprochen hätte und die auch zu derzeit an diesem Ort hätte sein können.

 Wir suchen die Person also nach wie vor. Eine wichtige Rolle spielt auch die Auswertung der Telefondaten. Welche Handynummern waren um die Tatzeit herum in der Nähe eingelogt? Dabei ist eine Nummer aufgefallen, bei der wir dann auch feststellen konnen bei der weiteren Auswertung, dass es dort mehrfach Kontakte mit dem Opfer gegeben hat.

 Die Personalien, auf die diese Handynummern eingetragen sind, die sind nicht immer zutreffend. Da konnte man insbes einigen Jahren noch ähm sehr gut schummeln und konnte auch Fantasienamen durchaus angeben oder äh Daten von Personen, die letztlich mit der Anmeldung nicht zu tun hatten, weil die Überprüfung nicht so gut war, wie man sich das vielleicht wünschen würde.

 Es uns leider nicht gelungen, festzustellen, wer sich hinter dieser Nummer verborgen hat, obwohl wir schon ganz gerne wüssten, was diese Person mit Romery besprechen wollte. Aufgrund der Vielzahl der Kontakte gehen wir auch davon aus, dass es irgendein ernstes Problem gegeben haben muss und das möglicherweise dann auch im Zusammenhang mit der Tat steht.

Der Mord an der 33-jährigen war ungewöhnlich brutal. Die Ermittler fragen sich, hat der Täter zum ersten Mal getötet? Die Staatsanwaltschaft beschäftigt sich auch mit einem zweiten Prostituierten Mord in der Region. Ungefähr eine Woche vor unserer Tat, am 4.11.2016 2016 ist 60 km entfernt von unserem Tatort in der Nähe von Peine in einem Laffmobil an der Landstraße eine 40jährige Prostituierte getötet worden.

Es war dort so, dass ich zunächst ein Zeuge gemeldet hatte, der vermeint sich letzte Kunde. Im weiteren Verlauf hat dann die Staatsanwaltschaft Hildesheim einen dringenden Tatverdacht gegen diesen zunächst mal Zeugen ähm festgestellt. Das heißt, die Person ist dann in Untersuchungshaft genommen worden.

 Der Mann wird wegen des Mordes im Laven angeklagt. Während der Gerichtsverhandlung erreicht die Polizei ein anonymer Brief. In dem Schreiben wurde eine konkrete Person namentlich benannt, die für diesen Mord verantwortlich sein soll. Die weiteren Ermittlung haben das dann bestätigt. Es gab DNA Spuren unter den Fingernägeln des Opfers, die genau dieser Person entsprochen haben und im Endeffekt ist tatsächlich dann auch diese Person zu einer lebenslangen Freitstrafe wegen Raubes mit Todesfolge an der Prostituierten verurteilt worden.

Das heißt, unser Zeuge war nicht der Täter. Im weiteren Verlauf ergeben sich Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen könnten. Im Rahmen dieser Ermittlung hatte der zunächst anonyme Hinweisgeber, der dann auch später ermittelt werden konnte, angegeben, dass ihm der Täter später berichtet habe, er habe noch ein zweite Prostituierte umgebracht, bei der es aus seiner Sicht auch leichter gegangen sei.

Wir haben das dann auch in Zusammenhang mit unserer Tat gebracht, haben überprüft, ob der Täter für unsere Tat in Betracht kommt. Die Ermittlung waren sehr aufwendig. Wir haben versucht, das Auto zu untersuchen, was der Beschuldigte zu dem Zeitpunkt gefahren hat. Das war inzwischen aber nach Polen verkauft.

 Wir haben dann also in Polen dieses Auto ausfindig gemacht, haben dann umfangreiche Spurensuche durchgeführt, konnten aber letztlich keinerlei Belege finden, dass der Täter auch für die Tat, also für den Mord an Romery verantwortlich war. Der Mord an der Prostituierten aus der Dominikanischen Republik bleibt ungeklärt und so beschließen die Ermittler sich an die ZDF Fernsehverfandung Aktenzeichen XY ungelöst zu wenden.

 In der Sendung werden Menschen gesucht, die in der Nähe des Tatorts in Wolfsburg Vors Felde Verdächtiges bemerkt haben. Insbesondere einen unbekannten Mann, der in etwa so aussehen könnte. Wir hatten gehofft, dass wir Hinweise kriegen auf das Phantombild des mutmaßlichen Täters, dass wir Hinweise kriegen auf die uns nicht bekannte Rufnummer, die mehrfach Kontakt mit Romerie haben wollte.

 Es gab eine Vielzahl von Hinweisen, keiner hat uns aber leider wirklich weitergebracht. Der Mordfall Romerie Rodriguez wird zum Coldase. Oberstaatsanwalt Wolas hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Das ist schon eine Tat, wie wir sie nicht ständig haben. Diese Brutalität, die ist schon außergewöhnlich und man muss sich natürlich auch Sorgen machen, dass der Täter, solange wir ihn nicht kennen und nicht gefasst haben, natürlich auch ähnliche Taten durchaus wiederbegehen könnte, insbesondere weil wir ja nicht wissen, warum der Täter so

gehandelt hat. Es gibt immer wieder Taten, bei denen der Täter dann auch nach Jahren oder Jahrzehnten räuch wird und sein Gewissen erleichtern will. Darauf hoffen wir auch hier. Möglicherweise gibt es aber auch tatsächlich noch Zeugen, die wir damals nicht erreichen konnten mit unseren äh Suchanfragen und die vielleicht jetzt in der Lage wären, uns da noch weiterzubringen.

Genau wie Romeri Rodriguez arbeiten auch viele andere ausländische Prostituierte  in Deutschland unter ähnlichen Bedingungen. Die Frauen haben quasi keine Möglichkeit einzuschätzen, welche Gefahr von ihrem Gegenüber ausgeht und sie sind im Prinzip auch diesen Personen ja schutzlos ausgeliefert.

 Und der Fall zeigt im Prinzip dieses diese Gefahr und dieses Risiko, unter dem diese Frauen arbeiten, ganz deutlich. Es ist eben auch der wirtschaftliche Druck, der diese Frauen dazu bringt, dann unter diesen Bedingungen eben dann auch ihrer Tätigkeit hier als Prostituierte nachgehen zu müssen, um die Familie dann in der Heimat, in den Heimatländern über Wasser zu halten.

Romerie Rees Rodriguez, sie kam nach Deutschland, um Geld zu verdienen und wurde dann von einem skrupellosen Mörder umgebracht. Die Kollegen haben ähm eine Frauenleiche auf den Rücken liegend festgestellt. Aufgrund der Verletzungssituation gehen wir davon aus, dass sich das Opferging bei dem Täter gewährt haben dürfte.

Die Tasche wurde in einiger Entfernung zum Tatort aufgefunden. Sie wurde ausgeschüttet, dort abgelegt. Es kann auch immer sein, dass besondere Sachen von der Täterschaft verloren worden sind vor Ort. Wir sprechen hier von 14 Fußballfeldern ungefähr, die abgesucht werden sollten und das relativ zügig. Wir sind auch weiterhin optimistisch durch Auswertung der alten und neuen Aerwate eine Spur zum Täter finden zu können.

Montag 10. April 1989. Gegen 19 Uhr entdecken Spaziergänger auf einem Waldweg in der Lüneburger Heide eine tote Frau. Die Blutspuren lassen keinen Zweifel. Sie ist keines natürlichen Todes gestorben. Die Mordkommission Lüneburg übernimmt die Ermittlungen. Niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass der Fall die Polizei bis heute beschäftigen wird.

 36 Jahre nach dem Verbrechen führt Kriminalhauptkommissar Lars Alznauer die Arbeit seiner Kollegen fort, in der Hoffnung, die Tat endlich aufzuklären. Bei den Zeugen, die die weibliche Frauen Leiche aufgefunden hatten, handelt es sich um zwei Jogger. Diese haben dann sofort äh vorbeifahrende Fahrzeugführer verständigt und die wiederum haben dann die Polizei verständigt.

 Der Leichnam wurde zunächst durch einen Hund aktiv verteidigt durch Bällen und Drohgebärden, sodass die Kollegen zunächst nicht an den Leichnamen herankamen. Wie sich später herausstellt, gehört der Hund dem Opfer. Erst als spezialisierte Diensthundeführer eintreffen kann das Tier beruhigt und der Tatort gesichert werden.

Die Kollegen haben äh eine Frauenleiche auf den Rücken liegend festgestellt. Sie haben auch relativ schnell feststellen können, dass ein Einstich im Halsbereich zu sehen war und haben sofort Schlussfolger, dass wir es hier mit einem Tötungselik zu tun haben. Während der Obduktion werden neben dem tödlichen Stich noch weitere Verletzungen am Körper der Frau festgestellt.

Sie liefern wichtige Rückschlüsse auf das Tatgeschehen. Aufgrund der Verletzungssituation gehen wir davon aus, dass sich das Opfer gegenüber dem Täter gewährt haben dürfte. Gehen also von einem Kampfgeschehen aus. Das Opfer wurde durch einen gezielten Stich getötet. Es war insofern relativ schnell kampfunfähig.

Auch rund um den Tatort werden mögliche Spuren gesichert. Wenige Meter von der Leiche entfernt finden die Ermittler die Handtasche der Frau. Die Tasche wurde in einiger Entfernung zum Tatort aufgefunden. Sie wurde ausgeschüttet, dort abgelegt. Wir gehen davon aus, dass der Täter die Tasche dort abgelegt haben dürfte und seine Flucht vor dort aus vorgesetzt haben dürfte.

In der Tasche befindet sich ein Portemonnaie. Die Papiere darin gehören zu einer 45-jährigen Frau aus der näheren Umgebung, Gitter Schnieder. Das Opfer Gitter Schnieder war eine früh pensionierte Lehrerin, die aufgrund eines Rückenleidens vorzeitig den Schuldienst beenden musste. Sie hat sie dann in der Folge vornehmlich um den Haushalt gekümmert.

Mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Adoptivsohn lebt sie 1989 in einer Wohnsiedlung bei Buchholz, rund 4 km vom Tatort entfernt. Die beiden haben einen Hund, um den sich vor allem Gitter kümmert. Also Gitter Schinder ist tatsächlich täglich mit dem Hund spazieren gegangen, vornehmlich auch tatsächlich im Bereich des späteren Tatortes.

 Insofern war es nicht ungewöhnlich, dass sie dann auch an dem besagten Tattag dort spazieren mit dem Hund gegangen ist. Seit einigen Wochen wohnt ein Bekannter aus Polen mit der Familie zusammen. Er ist einer der letzten Menschen, der das Opfer noch lebend sieht. Das Ehepaar Stieder hat den gemeinsamen Hausfreund bei einem gemeinsamen Urlaub in Polen kennengelernt.

 Er wurde dann des öfteren an die Wohnanschrift eingeladen und hat dort unter anderem handwerkliche Tätigkeiten ausgeführt. Gitter verlässt das Haus an diesem Tag, um einkaufen und spazieren zu gehen. Der Freund hält sich den Tag über am Haus auf. Das bestätigen später auch Nachbarn gegenüber der Polizei.

 Der Mann hat für die Tatzeit ein Alibi. Für die Rekonstruktion ist er trotzdem ein wichtiger Zeuge, denn an diesem Tag ist etwas anders als sonst. Also üblicherweise ist sie mit ähm ihrem dort auffhältigen Hausfreund einkaufen gefahren. Nur an diesem Tag hat sie sich das ähm nicht ergeben, sondern sie wollte definitiv alleine einkaufen fahren.

Gab es einen Grund dafür, dass Gitter die Erledigung ohne ihren Gast machen wollte? Eines wissen die Ermittler sicher. Zu dem Einkauf kommt es nicht mehr. Stattdessen trifft Gitter in der Lüneburger Heide auf den Täter. Zufall? Es gibt keine konkreten Anhaltspunkte für ein konkretes Treffen. Wir wissen aber, dass Gitter Schnier durchaus sehr kontaktfreudig war.

 Insofern schließen wir diese Möglichkeiten nicht aus. Gegen 18 Uhr betritt Gitter die Bankfiliale im Nachbarort und hebt 400 DMK ab. Es ist das letzte gesicherte Lebenszeichen der Frau. Nur etwa eine Stunde später ist sie tot. Ihr Auto steht auf einem nahe gelegenen Parkplatz. Die Geldbörse aus der Handtasche ist leer. Also wir gehen sicher davon aus, dass der Täter das Geld geraubt hat.

 Insofern können wir eine Raubstraftat nicht ausschließen, ein Raubmord. Das ist aber nicht die einzige Theorie. Wir gehen auch weiterhin von der Möglichkeit einer Beziehungstat aus. Der Waldweg ist zu dieser Zeit meist sehr belebt. Zeugen könnten den Täter gesehen haben. Die Polizei befragt Passanten, die dort unterwegs waren, ohne Erfolg.

Parallel ergibt sich ein neuer Ermittlungsansatz. Als Gitters Leiche von den Joggern entdeckt wird, ist ihr Hund nicht da. Erst als die Einsatzkräfte der Polizei im Wald eintreffen, kehrt das Tier zu seiner Besitzerin zurück. Wir müssen davon ausgehen, dass zum Zeitpunkt der Tat der Hund nicht bei seinem Frauchen war.

 Äh insofern können wir davon ausgehen, oder bzw. besteht die Möglichkeit, dass er möglicherweise einem Wild folgte oder aber wie es bei der Person bei dem Täter zu tun haben könnten, dem der Hund bekannt war. Könnte Gitters Hund dem Täter bei seiner Flucht gefolgt sein? Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, doch auch auf diese Frage gibt es keine Antwort.

Über drei Jahrzehnte vergehen ohne konkrete Erkenntnisse zur Tat. 2022 übernimmt die Lüneburger Cold Case Einheit den Fall. Gemeinsam mit Kriminalhauptkommissar Tilo Speich überprüft Lars Alsnauer die Spurenakten noch einmal. Auch die mögliche Fluchtrutee des Täters wird zum Thema. Wir haben z.B. mit einem GPSender die beschriebenen Zeugenwege abgelaufen, haben die übereinander gelegt und konnten so ähm aussagen, okay, zu diesem Zeitpunkt kann sich ein Täter nicht in jenem oder diesem Bereich aufgehalten haben, dann

wäre er ja gesehen worden von den Zeugen und so schränken sie diese Fluchtwege weiter ein. Für die Ermittler ist nach dieser Rekonstruktion klar, es gibt nur eine Richtung, in die der Täter unbemerkt entkommen sein kann. verbirgt sich in diesem Bereich möglicherweise über 30 Jahre nach der Tat noch eine entscheidende Spur.

Primär war das Ziel, eine mögliche Tatwaffe aufzufinden. Es kann auch immer sein, dass besondere Sachen von der Täterschaft verloren worden sind vor Ort. 2023 veranlasst die Kriminalpolizei eine Großabsuche entlang des vermuteten Fluchtwegs. Er führt über einen steilen Hang in den Wald. Ein Team aus freiwilligen Helfern und Einsatzkräften sucht das Gebiet systematisch ab.

Bezirksarchäologe Dr. Mario Palo leitet die Maßnahme. Das war auch so das Neuland, was wir hier machen mussten, weil es um eine Großabsuche in einem Waldgebiet ging. Wir hatten früher schon so kleinere Absuchen, aber hier war es ja eine riesige Fläche. Wir sprechen hier von 14 Fußballfeldern ungefähr, die abgesucht werden sollten und das relativ zügig.

Über ein Quadrantensystem koordiniert er zeitweise bis zu 50 Sondengänger. Sie durchkämmen das Areal nach Metallgegenständen. Was findet man in so einem Waldgebiet? Natürlich vielerlei Müll. Wenn dann aber etwas kam, wo man gleich gemerkt hat, das könnte jetzt irgendwie fallrelevant sein, hat der Sondengänger die Sondengängerin sofort die Arbeit eingestellt, die Polizei hinzug geholt, die dann über das weitere Vorgehen entscheiden musste.

Über 100 Gegenstände werden gesichert und von der Kriminalpolizei als Reservate verwahrt. Und tatsächlich, unter den Fundstücken sind auch sechs Stichwerkzeuge. Können die Gegenstände zur Klärung von Gitter Schnieders Schicksal beitragen? Zunächst einmal werden sie molekular genetisch untersucht.

 Für den Fall, dass dort eine Suche nicht erfolgversprechend oder negativ war, gibt es weitere Möglichkeiten. Man kann z.B. Gegenstände aufarbeiten und wir hoffen uns durch die Aufarbeitung individuelle Merkmale an den Gegenständen wieder zum Vorschin bringen zu können. Ein paar der Funde hält die Polizei für potenziell tatrelevant.

 So könnte die Tatwaffe z.B. weitere Erkenntnisse zum Täter liefern. Auch die weiteren 1989 gefundenen Spuren stehen nach wie vor im Fokus der Ermittlungen. Wir haben die alten Spuren auch neuere Spuren mit neuesten wissenschaftlichen Methoden in der Forens untersuchen lassen. Hierzu muss man sagen, dass natürlich im Jahre 89 die Forensik noch nicht so weit vorangetrieben war, wie sie heute ist.

Die gewissen Spuren befinden sich noch in der Überprüfung. Die Ermittler suchen bis heute nach Zeugen, die der Polizei relevante Informationen liefern können. 2023 stellt Lars Alznauer den Fall bei Aktenzeichen XY ungelöst vor. Im Fokus der Fahndung stehen auch neue Erkenntnisse zum Verhalten des Täters auf den Täter diese nach Eindruck überlassen haben dürfte.

 Wir gehen davon aus, dass der Täter nach der Tat ein geändertes Alltagsverhalten an den Tag gelegt hat. Möglicherweise hat der im beruflichen Umfeld gewisse Fehlzeiten gezeigt. Die operative Vollanalyse skizziert den Täter weiterhin dahingehend, dass er wenig stressresistent gewesen sein dürfte. Gibt es Zeugen aus der Umgebung, denen ein solches Verhalten im Bekanntenkreis aufgefallen ist? Durch die Sendung gehen 65 Hinweise ein.

 Etwa 15 davon sind für die Kriminalpolizei nach wie vor relevant. Umfeld hatte. Es sind bereits in Vergangenheit umfreiche zeugenschaftliche Vernehmung durchgeführt worden. Diese sind noch nicht abgeschlossen. Wir haben weitere Zeugen, die äh immer noch überprüft werden bzw. deren Angaben immer noch ähm ursächlich für weitere Mittlungen sind.

Neue Zeugenaussagen, eine mögliche Tatwaffe und modernste Analyseverfahren. Es sind nur ein paar der Ansätze, denen die Lüneburger Coldase Einheit derzeit nachgeht. Natürlich können auch wir keine Erfolgsgarantie geben, aber wir sind auch weiterhin optimistisch durch Auswertung der alten und neuen Aerwate eine Spur zum Täter finden zu können.

Was an dem Abend im April 1989 geschah, bleibt ein Rätsel, zumindest vorerst, denn die Ermittlungen sind auch nach über drei Jahrzehnten noch nicht abgeschlossen. Diefjährige Lisa verbrachte ihre Türkeiurlaub im Oktober 2004 hier in diesem Resort. Sie verließ die Anlage, ab sie verschwunden. Ein Taxifahrer entdeckte die tote Lisa unter einen Baum.

Das hat mich sehr getroffen. Ich konnte zwei Nächte lang nicht schlafen. Der Mann hat das Geschäft mit etwas verlassen, das in eine Art schwarze Folie oder Tüte gewickelt war. Ich habe das zunächst für eine Schaufensterpuppe gehalten. Die Polizei fand heraus, dass einer von den Geschäftsinhabern mehrere Vorstrafen wegen sexuelle Belästigung kleiner Mädchen sowie Diebstahl und Hälerei hatte.

Alanja in der Türkei. Hunderttausende Deutsche verbringen hier jedes Jahr ihren Urlaub. Im Oktober 2004 kommt auch eine Familie aus Niedersachsen hierher, um Urlaub zu machen. Mit dabei die elfjährige Lisa. Die Familie wohnt während der Ferien in diesem Ressort in dem kleinen Ort Afsala bei Alanja. Semra Pellik ist Gerichtsreporterin in der Türkei.

 Sie hat sich eingehend mit diesem aufsehen ererregenden Fall befasst und selbst darüber berichtet. Am Sonntag den 10. Oktober war Lisa mit ihrer Mutter am Strand. Gegen Mittag fragte sie ihrer Mutter, ob sie eine neue Luftmatratze kaufen könne. Sie erhielt Geld und besuchte den Shop in den Resort. Dieser war aber dieser Zeit geschlossen.

Lisa verlässt daraufhin das Gelände und sucht nach einem Geschäft, indem sie eine Luftmatratze kaufen kann. Auf diesem Weg wird sie zum letzten Mal gesehen. Hier verliert sich ihre Spur. Schon kurz nach dem Verschwinden der Elfjährigen beginnt in der gesamten Umgebung des Hotels eine große Suchaktion.

 Hotelbeschäftigte, einheimische und auch zahlreiche Touristen suchen gemeinsam nach Lisa. Eine Kieler Reisegruppe aus dem Hotel druckte Fahnungsplaketen und informierte die Medien. Insgesamt 500 Menschen beteiligten sich an der Suchaktion. Die Polizei schaltete sich sehr schnell ein. Sie errichtete Straßensperren, aber Lisa konnte nicht gefunden werden.

Parallel zur Suche nach Lisa werden auch alle Geschäftsinhaber in der Nähe befragt. Unter ihnen Hassan Hüssi in Axoi. Er erinnert sich noch gut, denn er hat das Mädchen tatsächlich noch gesehen. Lisa hat bei mir eine Luftmatratze gekauft. Ich sagte, du kannst in ein paar Minuten wiederkommen.

 Bis dahin habe ich dir die Matratze auch aufgepumpt. Dann ging sie dorthin weiter, um die Wartezeit zu überbrücken. Hier waren früher [gelächter] überall Geschäfte. Wohin Lisa gegangen ist, bleibt jedoch unklar. Bis zum späten Abend suchen weiter viele Menschen nach der Vermissten. Vergeblich. Die Festung von Alanja etwa 30 km vom Hotelressort entfernt.

 Direkt hinter der Burgmauer macht ein Mann am Tag nach Lisas Verschwinden am 11. Oktober 2004 einen schrecklichen Fund. Ein Taxifahrer entdeckte die tote Lisa unter einen Baum. Sie trug nur noch ihr Oberteil. Mehmet Aktag ist erschüttert. Er ist selbst zweifacher Familienvater. Als ich sie gesehen habe, lag sie auf der Seite.

 Am rechten Fuß war ein blauer Fleck. Als ich näher gekommen bin, habe ich gesehen, dass sie tot ist. Dann habe ich die Polizei gerufen. Ich bin sehr traurig und konnte zwei Nächte nicht schlafen. Das ist wirklich eine freelhafte Tat. Es besteht kein Zweifel. Das tote Mädchen ist einfach hier hingeworfen worden. Die Obduktion ergab, dass Lisa an einen Lungenblutung gestorben war, die von Schlägen auf die Brust verursacht wurde.

Am Kopf hatte sie eine Wunde und ihre Ärme waren mit Höbertogen überseht. Außerdem fand man, dass der Fundort nicht der Tatort war. Nach der Tat ist die gesamte Region in Aufruhr. Der Fall schlägt internationale Wellen. Touristen und Einheimische sind entsetzt. Das ist ein bestialisches Verbrechen. Ich möchte, dass der Täter zur Rechenschaft bezogen wird.

Das ist wirklich ein sehr trauriger Fall. Es wäre aber schlimm, wenn unser Land und unsere Stadt Alania deshalb ein falsches Image bekommen. Die große türkische Zeitung Saba widmet dem ermordeten Mädchen eine Titelschlagzeile auf Deutsch. Es sei nicht gelungen, das kleine Mädchen in seinem Urlaub vor einem Monster zu schützen.

Die türkische Polizei steht unter einem enormen Druck. Sie muss einen gefährlichen Sexualtäter aufspüren. Nach dem Leichen Fund nahm die Polizei den Weg, den Lisa vermutlich gegangen war, noch einmal genauer unter die Lupe. Sie durchkämte alle Geschäfte und fragte sämtliche Betreiber. Auch auf Hassan Hösin Au kommen die Beamten zu.

 Er kann erneut einen wichtigen Hinweis geben. Ich habe gesehen, wie am Abend von Lisas Verschwinden einer der anderen Ladenbetreiber sein Geschäft mit etwas unter dem Arm verlassen hat, das in eine schwarze Folie gewickelt war. Ich habe das zunächst zu eine Schaufensterpuppe gehalten. Sie waren etwa so groß. Ich habe mir erst nichts dabei gedacht, als dass die Polizei alles ganz genau wissen wollte.

 Der Mann, der die Puppe trug, hatte auffällige Haare. Parallel überprüfen die Polizei und der türkische Inlandsgeheimdienst ihre Datenbanken nach bekannten Sexualstraftätern. Die Polizei fand heraus, dass einer von den Geschäftsinhabern mehrere Vorstrafen wegen sexuelle Belästigung kleiner Mädchen sowie Diebstahl und Hälerei hatte. Passanhüsein Axoyu wird auf die Polizeiwache gebracht.

 Er soll Zeuge bei einer Gegenüberstellung sein. Kann er den Mann identifizieren, der die angebliche Puppe aus dem Laden gebracht hat? Sie sagten: “Wir werden dir jetzt einige Männer zeigen, die werden dich aber nicht sehen.” Sie haben mir dann hinter einer Scheibe mehrere Männer präsentiert. Am Ende habe ich tatsächlich den einen erkannt und zwar in seinen Haaren.

 Das ist er, habe ich gesagt. Bei dem Mann, den Hassan Hüsse in Axo wieder erkannt hat, handelt es sich um den 36-jährigen Büg. Ihm gehört ein Geschäft in der Nähe des Ressources, in dem Lisas Familie gewohnt hat. Und es ist genau der Mann, von dem die Polizei herausgefunden hatte, dass er auch wegen Sexualdelikten vorbestraft ist.

Bülent G wird festgenommen. Bei der Durchsuchung seine Räumlichkeiten konnte die Polizei eine Hose mit Blut sicherstellen. Wie danach eine Laboruntersuchung zeigte, war es das Blut von Lisa. Als weitere Indizien gegen den Verdächtigen Ladenbesitzer gefunden werden, fühlen sich die Ermittler bestätigt. Danach fand man das Haar von Lisa in seinem Fahrzeug.

 Vermutlich hatte er die Leiche von Lisa zum Fundort mit Auto transportiert. Außerdem fand man in seinem Haus dutzende Kinderpornos. Trotz aller Indizien bestritt Bülland G. Die Tat. Die Überführung von Bülent G. zu Voruntersuchungen beim Gericht wird in der Türkei von zahlreichen Medienvertretern begleitet. schneller für Semra Pellic steht der Tatablauf vom Mittag des 10.

 Oktober 2004 in Arsala bei Alanja zweifelsfrei fest. Lisa kauft zunächst die Luftmatratze im Geschäft von Hassan Hüsein Axoi. Die Wartezeit, bis die Matratze aufgepumpt ist, überbrückt sie, indem sie zum Laden von Büent G geht. Band Gel lockte die Lisa ins Hinterzimmer und betäubte sie. Danach brachte er Lisa nach Hause, wo Lisa aufwachte und schrie.

Danach tötete er sie. Als er das betäubte und in eine Folie eingewickelte Opfer von seinem Geschäft in seine Wohnung bringt, wird er von Hassan Hüsein Achsu gesehen, der ihn später bei der Gegenüberstellung identifizieren kann. Anfang 2005 muss ich Bülent G. dem Strafgericht von Alanja verantworten. Der Prozess dauerte 13 Monate.

 Während der Prozess sagt auch die Nachbarn von Bülland G aus. Sie hatten gesehen, wie er an der Nacht vor dem Leichenfund aus seinem Haus ein Person oder etwas ähnliches getragen hat. Zu diesem Zeitpunkt muss Büent G die bereits tote Lisa zu seinem Auto gebracht haben, um die Leiche anschließend in der Nähe der Burg von Alania abzulegen.

Mülland G beteuerte vor Gericht seine Unschuld. Er sagte, er kenne keine Lisa und niemand hatte sie in seinem Laden gehen sehen. Allerdings sprechen zu viele Indizien gegen Büent G. Er wird schuldig gesprochen. Bulland G. wurde am März 2006 hier vor Gericht in Alanja wegen Mordes und sexueller Misshandlung von Lisa zum Lebenslange Haft verurteilt.

In Haft bekommt Bülent G eines deutlich zu spüren. Kindermörder stehen auch in der türkischen Gefängniserarchie ganz unten. Müllandg wurde im Gefängnis von Alan von Mithäftlingen mehrmals mit Messer angegriffen. Einmal wurde er fast gelinscht, deswegen wurde er in eine anderes Gefängnis verlegt. Zwei Jahre nach dem Schuldspruch in Alanja nimmt sich Büent G im Gefängnis das Leben.

Der Mord an der elfjährigen Lisa aus Niedersachsen durch den vorbestraften Ladenbesitzer Büllehl entging. Er hat die gesamte Türkei erschüttert. Das gilt auch für Gerichtsreporterin Semra Pelle. Sie hat sehr viel Resonanz auf ihre Berichterstattung in den Zeitungen bekommen. Der Stadtrat von Alania hat nach der Tat Konsequenzen gezogen.

Es dürfen seitdem nur noch Menschen ein Geschäft eröffnen, die ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen können. Bis heute gibt es diese Bestimmung. Ihr offizieller Name Lisa Gesetz. Hallo Leute, guten Tag. Mein Name ist Kaskuse von Bose Park Productions. Wir sind die Produktionsfirma von Serienkiller und hier im Studio 1, wo auch die und Maxim aufnehmen, haben wir einen neuen Podcast aufgenommen, den ich euch unbedingt mal vorstellen wollte.

Guck mal, wenn ihr jetzt Video seht auf Spotify, dann könnt ihr auch mal unser Studio sehen. Wenn ihr Hunde liebt oder ihr habt selber ein Hund, dann ist das auf jeden Fall ein Podcast für euch, den wir aufgenommen haben und der jetzt draußen ist, den ihr jetzt wohl die ersten beiden Folgen hören könnt.

 Ich möchte euch Steffi vorstellen und Sheila ist auch heute da. Wo ist den Sheila? Hier, hier unten. Hallo Steffi, erzähl bitte, worum geht’s in der ersten Doppelfolge, die online ist? Also, müsst gar nicht nur unbedingt ein Hund haben oder Hunde lieben. Ihr müsst einfach spannende Geschichten lieben. Und gerade die erste Doppelfolge.

 Oh mein Gott, die besten Geschichten. Schreibt nämlich gar nicht Hollywood, sondern das Leben. Stellt euch vor, eine äußerst abgelegene Stadt am Ende der Welt. Es gibt noch keine Flugzeuge, keine Straßen, gar nichts. Die einzige Möglichkeit, um den Ausbruch einer tödlichen Krankheit zu verhindern, sind Schlittenhunde, die ein Medikament transportieren müssen durch eine riesige Eiswüste.

 Aber Zeit haben sie eigentlich nicht. Das ist die Geschichte von Balto und Togo, unsere erste Doppel Folge und ich würde mich mega freuen, wenn ihr einschaltet. Wir würden uns freuen, wenn ihr einschaltet und Schila. Na toll. Mega. Ja, Heldenhunde, den Link findet ihr in den Shownotes. Und jetzt viel Spaß mit Serienkiller. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.

 Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Im Sommer 2014 machte es sich Katrina McGore für einen ruhigen Abend in ihrem Haus in Ferguson, Missouri, gemütlich.

Sie hatte beschlossen, sich eine Dokumentation über Serienkiller anzusehen. Aber anstatt es sich bei einer grausigen Geschichte gemütlich zu machen, war sie schockiert, ihr eigenes Haus im Fernsehen zu sehen. Das Haus im Ranch Stil, in das sie vier Monate zuvor eingezogen war, hatte eine finstere Vergangenheit.

 [räuspern] Sie lebte im Haus des Serienkillers Moray Travis, des sogenannten Videowürgers von St. Lis, der bis zu 20 Frauen ermorderte. Mor Travis fesselte, folterte und tötete seine Opfer in Katrinas Keller, wo oft auch das zweijährige Kind der Familie spielte. Bei den Ermittlung fanden die Behörden Pläne, die zeigten, dass Travis vorhatte, im Keller eine Folterkammer zu bauen, um seine Opfer länger zu quälen und den Todeskampf hinauszuzögern.

Die Dokumentation zeigte Tatortfotos von blutbefleckten Wänden und Teppichen in Katrinas Haus. Sie erkannte sogar den Esstisch und die Stühle wieder, an denen sie viele Male gegessen hatte. Die Möbel des Mörders wurden einfach mitvermietet. Völlig verängstigt rief Katrine sofort ihre Vermieterin an und bat aus dem Mietvertrag entlassen zu werden.

 Doch die Vermieterin zeigte sich hart und unnachgiebig. Die Vermieterin war die Mutter des Serienkillers. Hallo, mein Name ist Max Spalle und das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten und ich bin Diane Hilcher. In jeder Folge tauchen wir ein in die Abgründe und den Wahnsinn von Serienkillern. Bevor wir starten, möchten wir uns ganz herzlich bei euch für all die vielen tollen Kommentare bedanken, die ihr uns jede Woche bei Spotify und Instagram hinterlasst.

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Dort bekommt ihr jede Woche die Ankündigung mit Bild zur neuen Folge. Heute sprechen wir über das Leben und die Verbrechen von Ma Travis, ein Killer, der zwischen 2000 und 2002 schätzungsweise 20 Frauen im Raum St. Lis Missouri vergewaltigte, folterte und ermordete. Wie viele andere Serienmörder machte Travis gezielt Jagd auf Sexarbeiterinnen.

Diese Frauen gehören zu einer besonders gefährdeten Gruppe aufgrund ihrer stigmatisierten Arbeit. Ihre Familien wissen oft nicht, wo sie sich aufhalten und andere Sexarbeiterinnen scheuen davor zurück, zur Polizei zu gehen, da ihre Tätigkeit illegal ist. Travis brachte diese Frauen in sein Haus und sperrte sie dann tagelang in seinem Keller ein, wo er sie folterte und dabei Videos drehte.

 Während diese Videos Travis ermöglichten, seine Verbrechen immer wieder in allen Details nachzuerleben, führten andere technologischen Fortschritte letztendlich zu seinem Untergang. Morry Travis war einer der ersten Serienmörder, der mit Hilfe des Internets gefasst wurde. Im ersten Teil werden wir uns ansehen, was wir über Mor Travis Kindheit wissen, seine lange problematische Geschichte der Unterbringung in Anstalten und seine ersten Opfer, die die Aufmerksamkeit von ganz St. Leis auf sich zogen.

Im zweiten Teil betrachten wir, warum der Fall von Maury Travis beispiellos war, weil Ermittlungen im Internet eingesetzt wurden, um den Serienmörder zu fassen. Aber bevor wir darauf eingehen, wie Technologie die Art und Weise verändert hat, wie Serienkiller agieren und gefasst werden, sollten wir uns ansehen, was Ma Travis dazu trieb, zu foltern und zu morden.

Mor Travis wurde am 25. Oktober 1965 in St. Louis, Missouri, geboren. St. Louis liegt am westlichen Ufer des Mississippi an der Grenze zum Nachbarstaat Illinois. Travis wuchs in der Sozialwohnungsanlage Carsquare, nordwestlich der Innenstadt von St. Louis auf. Er wurde auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung in einer Stadt geboren, deren Identität untrennbar mit der Abwanderung der weißen Bevölkerung und rassistischen Spannung verbunden war.

St. Louis war von einer unglücklichen Geschichte rassistischer Rassentrennungsgesetze im Wohnungswesen gezeichnet. Rassistische Einstellungen auf dem Immobilienmarkt machten es für schwarze Familien wie die von Maury Travis extrem schwierig. der Armut zu entkommen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Armut, Segregation und Einkommensungleichheit zur gewalttätiger Kriminalität führen.

1975, als Travis 10 Jahre alt war, zog seine Familie in ein Haus in Ferguson, Missouri, nördlich von St. Louis. Allen Berichten zufolge war Travis ein scheinbar ganz normaler Junge. Die Polizei konnte keine Hinweise auf Brandstiftung oder Tierquellerei finden, die oft als frühe Warnzeichen für Serienmörder gelten.

Seine Eltern ließen sich 1978 scheiden, da war Travis gerade 13. Eine seiner alten Nachbarinnen erinnerte sich an ihn als ruhigen, respektvollen Jungen, der manchmal ungefragt ihren Rasen mähte und ihr beibrachte, wie man eine elektrische Heckenschere benutzt. Ma Travis besuchte zwar die Mcue High School, aber mehrere Mitschüler sagten, sie könnten sich nicht an ihn erinnern.

Die einzige Person, die sich noch an ihn aus seiner Teenagerzeit erinnert, ist Suannon. Funktionierte Englischlehrerin an der Mclure High. Travis war in ihrem Englisch Förderkurs für Schüler, die zuvor in Englisch durchgefallen waren. [räuspern] S Hannon beschrieb Travis als sehr ruhig und zurückgezogen, unglaublich still für einen Teenager.

 Travis, ruhige Art, könnte ein Zeichen für problematischere Verhaltensweisen gewesen sein. Forscher haben begonnen bei einigen Kindern das zu identifizieren, was als gefühllose und emotionslose Merkmale bekannt ist. Diese können einen Mangel an Empathie, Reue und Schuld umfassen, flache Emotion, Aggression und die Fähigkeit zu manipulieren.

Man geht davon aus, dass fast 1% aller Kinder gefühllose und emotionslose Merkmale aufweist. Der Zustand kann unbemerkt bleiben, da diese Kinder intelligent genug sind, soziale Signale nachzuarmen und ihren Zustand oft verschleiern können. Mehr als 50 Studien haben gezeigt, dass Kinder mit gefühllosen und emotionslosen Merkmalen im späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit zu kriminellen und Psychopathen werden.

 Doch diese Diagnosen bei Kindern sind ein relativ neues Phänomen und es ist unwahrscheinlich, dass dies in Travis Verhalten in den 60ern und 70er Jahren erkannt worden wäre. Im Alter von 20 schließt Travis 1985 die Highschool ab. Anschließend diente er zwei Jahre in der Army und arbeitete als medizinischer und zahnmedizinischer Assistent.

Wir wissen, dass er verschiedene Jobs bei Speditionsunternehmen annahm und sich auch freiwillig in einem örtlichen Pflegeheim engagierte. 1987, also mit 22 Jahren, schrieb sich Travis am Morris Brown College in Atlanta ein und lernte dort mit Computern umzugehen. Es war auch um 1987, als Maury Travis abhängig von Crack wurde und seine langjährigen Probleme mit dem Gesetz begannen.

Im März 1988 kam Travis während der Frühjahrsferien vom Morris Brown College nach Ferguson zurück. Innerhalb von 8 Tagen überfiel er fünf Schuhgeschäfte im Norden und Westen von St. Louis County, um Bargeld für seine Kokainsucht zu beschaffen. Travis wurde aufgrund der Beschreibung seines Fahrzeugs umgehend verhaftet.

Aber selbst der ermittelnde Beamte zeigte sich überrascht, dass ein so nettwirkender Junge zu solchen Verbrechen imstande war. Über seine Begegnung mit Travis sagte er später: “Ehr war respektvoll, ruhig und zurückhaltend. Er war nicht der typische Kriminelle.” Bereits mit 23 Jahren zeigte Ma Travis jene oberflächliche Liebenswürdigkeit, die für Psychopathen charakteristisch ist. Travis bekannte sich am 19.

 Januar 1989 in fünf Anklagepunkten des Raubes und der bewaffneten kriminellen Handlung für schuldig. Er sagte aus, daß er eine Plastikpistole benutzt habe und unter dem Einfluß von Crack gestanden habe. Dies geschah auf dem Höhepunkt der Crackepidemie in den Vereinigten Staaten. Vor dem Fair Senting Acton 2010 behandelten Bundesgerichte 1 g Crack als gleichwertig mit 100 g Kokain.

 Diese Politik war unfair gegenüber der schwarzen Bevölkerungsgruppe. Die niedrigeren Kosten von Craig machten es in ärmeren Vierteln wie dem von Travis verbreiteter, während weiße Konsumenten aus der Mittel und Oberschicht eher zu Kokain in Pulverform griffen. Dies war besonders in St. Louis deutlich, einer Stadt, die von einer langen Geschichte der räumlichen Rassentrennung geprägt war.

 Die rassistische Voreingenommenheit gegen Crack Konsumenten verhinderte eine Behandlung der Sucht als Problem der öffentlichen Gesellschaft und begünstigte den Anstieg drogenbezogener Kriminalität. Bei der Strafzumessungsverhandlung überprüfte Richter Stephen Goldman Unterstützungsschreiben für Travis und bezeichnete die Raubüberfälle als eine charakterliche Entgleisung, die aus der Drogensucht resultierte.

Unter den Briefen befand sich einer des ehemaligen US-abgeordneten und mittlerweile verstorbenen William L. Clay auf Kongressbriefpapier. Darin schrieb er: “Ich kenne Mr. Travison seine Familie seit mehreren Jahren und ich bin der Meinung, dass er besondere Berücksichtigung verdient. Seit Januar 1988 hat sich Mr.

 Travis so verhalten, dass er keine Bedrohung für die Gesellschaft darstellt. Ich bitte also darum, dass ihm milde und Bewährung unter der Bedingung gemeinnütziger Arbeit gewährt wird. Nach Travis Verhaftung wegen mehrfacher Morde gab Abgeordneter Clay natürlich an, erinnere sich weder an Mor Travis noch an seine Familie. Selbst mit mehreren Unterstützungsschreiben wurde Travis in allen fünf Anklagepunkten verurteilt.

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