Es gibt Künstler, die altern in Würde, bleiben musikalisch relevant und behalten den feinen Spürsinn für die Gesellschaft, die sie einst groß gemacht hat. Und dann gibt es Fälle, in denen sich Legenden vor den Augen der Öffentlichkeit systematisch selbst entzaubern. Genau dieses bittere Schauspiel erleben wir derzeit bei Herbert Grönemeyer. Der Mann, der einst das Lebensgefühl ganzer Generationen prägte, mit „Bochum“ Hymnen für den kleinen Mann schrieb und Stadien mühelos füllte, erlebt aktuell einen beispiellosen Absturz. Die Zeichen stehen auf Sturm, denn ein komplettes TV-Desaster, musikalische Einfallslosigkeit und eine zunehmend unerträgliche, abgehobene politische Doppelmoral treiben seine einstige Fanbasis in die Flucht. Der Fall Grönemeyer ist das Lehrstück eines Superstars, der aus seiner elitären Blase heraus den Kontakt zum normalen Bürger völlig verloren hat.

Dass die Magie des einstigen Ausnahmekünstlers verflogen ist, ließ sich zuletzt eindrucksvoll und schonungslos an den nackten Zahlen ablesen. Eine groß angelegte, vom Sender stark beworbene TV-Dokumentation von und über Herbert Grönemeyer erwies sich als maximaler Quoten-Flop. Magere 12,1 Prozent der Fernsehzuschauer konnten sich noch dazu durchringen, dem Sänger bei seinen Ausführungen zuzuhören. Ein desaströser Wert für einen Künstler dieses Kalibers. Um die Demütigung perfekt zu machen: Das Konkurrenzprogramm im ZDF, ein eher dröger und formelhafter Regionalkrimi der Reihe „Die Toten vom Bodensee“, fegte die Grönemeyer-Doku mit satten 25,9 Prozent Marktanteil förmlich vom Bildschirm. Die Botschaft des Publikums war unmissverständlich: Wir wollen diesen Mann, der uns zunehmend nur noch von oben herab belehrt, schlichtweg nicht mehr sehen.
Die Gründe für diese kollektive Abkehr sind vielfältig, doch sie konzentrieren sich vor allem auf sein Verhalten auf den großen Bühnen der Republik. Die Menschen zahlen oft horrende Summen für Konzerttickets, weil sie für zwei Stunden den Alltag vergessen, in Nostalgie schwelgen und gute Musik genießen wollen. Was sie stattdessen bekommen, gleicht jedoch immer häufiger einer radikalen politischen Wahlkampfveranstaltung. Grönemeyer nutzt seine mediale Präsenz und seine Mikrofone zunehmend für wütende Schimpftiraden und moralisierende Predigten. Er beschimpft offen Millionen von Wählern, wettert pauschal gegen das rechtskonservative Spektrum und inszeniert sich als das absolute Gewissen der Nation. Wer eine abweichende Meinung zum aktuellen politischen Kurs vertritt, wird von der Bühne herab diffamiert. Es ist ein respektloses Verhalten gegenüber zahlenden Zuschauern, die eine musikalische Performance und keine linkspolitische Indoktrination gebucht haben. Die Quittung für diese Arroganz ist der massive Zuschauerschwund vor den Fernsehbildschirmen und der schwindende Rückhalt in der Breite der Gesellschaft.
Besonders absurd und geradezu heuchlerisch wird Grönemeyers politischer Aktivismus, wenn man seinen eigenen Lebenswandel genauer unter die Lupe nimmt. Der Sänger, der den Deutschen bei jeder Gelegenheit ins Gewissen redet, wie sie mit Massenmigration, Solidarität und gesellschaftlichen Lasten umzugehen haben, lebt selbst keineswegs mittendrin im bunten, oft chaotischen Alltag der Bundesrepublik. Im Gegenteil: Grönemeyer residiert gut behütet und luxuriös abgeschirmt in Hampstead, einem der exklusivsten und teuersten Nobelstadtteile Londons. Dort, wo die Reichen, die Schönen und die Eliten unter sich bleiben, lässt es sich natürlich hervorragend über Humanismus philosophieren. Aus dieser hermetisch abgeriegelten, elitären Blase heraus fliegt er gelegentlich ins Heimatland ein, um dem „einfachen Volk“ vom Logenplatz aus den moralischen Weg zu weisen. Er fordert die Deutschen auf, „erwachsen zu werden“, während er selbst die realen Konsequenzen der politischen Entscheidungen, die er so vehement lobt, überhaupt nicht im Alltag ertragen muss. Es ist die klassische, unerträgliche Hybris eines Multimillionärs, die den normalen Bürger, der täglich mit den echten Problemen auf der Straße, in den Schulen und auf dem Wohnungsmarkt konfrontiert ist, regelrecht zur Weißglut treibt.

Wie tief dieser realitätsferne Spalt mittlerweile ist, offenbarte sich auch bei einem denkwürdigen Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz. Dort äußerte sich Grönemeyer zur kontroversen „Stadtbild“-Aussage von CDU-Chef Friedrich Merz. Grönemeyer gab vor, die gesamte Debatte nicht einmal im Ansatz zu verstehen. Er verwies nostalgisch auf seine eigene Schulzeit im Ruhrgebiet, wo er völlig harmonisch mit Spaniern, Polen und Kindern ausländischer Arbeiter groß geworden sei. Dass Friedrich Merz bei seiner Kritik nicht die hart arbeitenden, bestens integrierten Gastarbeiter der vergangenen Jahrzehnte meinte, sondern junge, nicht integrierte Migranten aus völlig anderen Kulturkreisen, die ohne Beschäftigung in Gruppen den öffentlichen Raum prägen, ist jedem aufmerksamen Bürger in diesem Land längst klar. Vor allem den Menschen im Ruhrgebiet brennt dieses Thema täglich unter den Nägeln. Doch Herbert Grönemeyer, isoliert in seiner Londoner Wohlfühl-Oase, verkennt diese brisante Realität entweder aus ideologischer Verblendung oder aus reiner Ignoranz. Seine Weltbilder stammen aus einer längst vergangenen Zeit, die mit den heutigen, oft rauen Zuständen in deutschen Innenstädten absolut nichts mehr gemein hat.
Doch nicht nur gesellschaftspolitisch, auch musikalisch scheint der einstige Gigant am Ende seines Lateins angekommen zu sein. Die Flucht in die laute Politik wirkt wie das verzweifelte Ablenkungsmanöver eines Künstlers, dem schlichtweg die Inspiration ausgegangen ist. Sein letztes Projekt, ein hochtrabend angekündigtes „Unplugged“-Album, geriet zum nächsten herben Flop. Der Grund für die vernichtenden Kritiken lag auf der Hand: Grönemeyer präsentierte auf dem gesamten Album genau ein einziges neues Lied. Die restlichen Tracks bestanden lediglich aus neu aufgewärmten Versionen seiner alten Hits. Dass sich ein Mann, der sich selbst als großer Liedermacher und visionärer Künstler begreift, kaum noch traut, musikalisch wirklich Neues zu schaffen, spricht Bände. Wenn die künstlerische Substanz derart austrocknet, bleiben am Ende offenbar nur noch das Herumgegröle auf der Bühne und die politischen Belehrungen, um irgendwie im Gespräch zu bleiben.

Herbert Grönemeyer ist tragischerweise völlig aus der Zeit gefallen. Er hat nicht begriffen – und will es aus seiner sicheren Distanz heraus vermutlich auch gar nicht begreifen –, dass es in Deutschland mittlerweile massive, drängende Probleme gibt, die sich nicht mit platten Parolen und humanistischen Traumtänzereien lösen lassen. Er weigert sich standhaft, in die Lebensrealität der normalen Bevölkerung zurückzufinden. Doch die gute Nachricht ist: Das muss er auch gar nicht. Die Gesellschaft entwickelt sich weiter und die Menschen haben gelernt, dass sie die Bevormundung durch einen abgehobenen Millionär aus London nicht nötig haben. Die Realität und der gesunde Menschenverstand kommen heute auch wunderbar ohne die moralischen Zeigefinger eines Herbert Grönemeyer aus. Der einstige Held des Ruhrgebiets hat sich selbst ins gesellschaftliche Abseits manövriert – und das Publikum schaltet inzwischen einfach ab.
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