München im Jahr 2002. Ein gewöhnlicher Supermarkt, an einem gewöhnlichen Tag. Uschi Glas, das vertraute Gesicht, das seit „Zur Sache, Schätzchen“ in den Herzen einer ganzen Nation verankert ist, schiebt leise ihren Einkaufswagen durch die Gänge. Sie trägt dieselbe ikonische Frisur, zeigt dasselbe Lächeln und dieselbe aufrechte Haltung, die sie berühmt gemacht haben. Doch etwas ist anders an diesem Tag. Niemand fragt nach einem Autogramm. Niemand lächelt freundlich zurück. Stattdessen wird sie angestarrt. Menschen tuscheln hinter vorgehaltener Hand, manche grinsen hämisch. „Die Leute gaffen dich richtig an“, erinnerte sie sich später an diese dunklen Momente. Es war die gnadenlose Schadenfreude eines ganzen Landes, und sie richtete sich einzig und allein gegen sie. Innerhalb von nur 24 Monaten wurde das Leben von Deutschlands liebstem Fernsehstar schonungslos in Trümmer gelegt. Es war der Auftakt eines beispiellosen Dramas aus Verrat, öffentlichen Demütigungen und dunklen Familiengeheimnissen.

Die makellose Fassade ihres Lebens war über zwei Jahrzehnte hinweg scheinbar unantastbar. Über 20 Jahre lang führte sie eine absolute Bilderbuch-Ehe mit dem Filmproduzenten Bernd Tewaag. Drei gemeinsame Kinder – Benjamin, Alexander und Julia –, eine traumhafte Villa im noblen Münchner Vorort Grünwald und regelmäßige, strahlende Auftritte in den Hochglanzmagazinen der Republik. Es gab keinen Riss im Bild der perfekten Familie. Bis Anfang 2002 jene verhängnisvollen Fotos in der Boulevardpresse auftauchten, die alles veränderten. Bernd Tewaag wurde knutschend und Arm in Arm abgelichtet. Nicht etwa mit einem anderen Hollywoodstar, sondern mit einer 27 Jahre jüngeren Frau namens Anke Strohbach. Ihr Beruf? Sie betrieb einen kleinen Imbissstand in München und verkaufte Würstchen. Die sogenannte „Würstel-Affäre“ war geboren. Die Demütigung hätte für Uschi Glas, damals 58 Jahre alt, nicht schmerzhafter und grotesker sein können. Erst hielt sie die Bilder für eine bösartige Fotomontage, doch die bittere Realität holte sie schnell ein. Ihre sofortige Trennung war unumgänglich: „Wer mich betrügt, ist unten durch.“
Als wäre der schmerzhafte und öffentlich ausgetragene Rosenkrieg, der am 21. Februar 2003 in der rechtskräftigen Scheidung mündete, nicht schon genug gewesen, holte das Schicksal zum Doppelschlag aus. Während Uschi Glas versuchte, die Scherben ihrer Ehe aufzusammeln, geriet ihr ältester Sohn Benjamin – von allen nur Ben genannt – in einen dramatischen Abwärtsstrudel. Anstatt wie sein Vater als Produzent durchzustarten, machte der 26-Jährige Schlagzeilen in den Polizeiberichten. Schlägereien vor Diskotheken, ständige Konflikte mit dem Gesetz und eine Lebensführung, die immer düsterer wurde. Auf der einen Seite der Zeitung las man vom Betrug des Vaters, auf der anderen vom Absturz des Sohnes.
Doch der wohlbizarrste Tiefschlag folgte im April 2004. Die Stiftung Warentest nahm eine neu lancierte Gesichtscreme unter die Lupe, die den Namen der Schauspielerin trug. Das vernichtende Urteil: „Mangelhaft“. Bei zahlreichen Testerinnen waren schwere Hautreizungen und Entzündungen aufgetreten, die Stiftung warnte sogar öffentlich vor der Anwendung. 40 Jahre harter Arbeit, Respekt und Ansehen schienen plötzlich mit diesem einen Prädikat überschrieben zu werden. Drei Schläge in kürzester Zeit: Die Affäre, der Sohn, die Creme. Jeder einzelne Schlag hätte ausgereicht, um einen Menschen zu brechen. In der Summe waren sie katastrophal. Uschi Glas zog sich für ein ganzes Jahr komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Keine Interviews, keine Premieren, keine roten Teppiche. „Ich war am Boden“, gestand sie später ehrlich.
Um zu verstehen, woher Uschi Glas die immense innere Kraft nahm, dieses tiefe Tal zu durchschreiten, muss man weit zurück in ihre Kindheit blicken. In das beschauliche Landau an der Isar in den Nachkriegsjahren. Dort war die Familie Glas ein absoluter Außenseiter. Als evangelische Familie in einem zu hundert Prozent streng katholischen Ort galten sie fast als Ketzer. Uschi, mit ihren pechschwarzen Locken und dem dunklen Teint, wurde auf dem Schulhof rassistisch beleidigt und ausgegrenzt. Doch statt zu weinen, schlug sie zurück – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer sie beleidigte, bekam eine Ohrfeige. Sie lernte früh: „Wenn du nicht kämpfst, gehörst du nie dazu.“

Geprägt wurde sie jedoch vor allem durch ihren strengen, unnahbaren Vater Christian Glas, der erst 1947 spät aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war. Er war ein autoritärer Patriarch, der Widerspruch nicht duldete und auch vor körperlichen Züchtigungen nicht zurückschreckte. Sein eisernes Lebensmotto, das er seiner Tochter unaufhörlich einbläute, lautete: „Du musst am Abend in den Spiegel schauen können.“ Dieser Satz wurde zum Kompass für Uschis gesamtes Leben. Es war ein Maßstab für Integrität und Anstand, nach dem sie unerbittlich strebte.
Es war genau diese in der Kindheit geformte Widerstandskraft, die Uschi Glas schließlich wieder aufstehen ließ. Als sie 2004 bei einem Golfturnier in München das erste Mal wieder zaghaft das Haus verließ, geschah das Unerwartete. Sie traf den acht Jahre jüngeren Unternehmensberater Dieter Hermann. Er stammte nicht aus der oberflächlichen Filmbranche, er kannte sie kaum aus dem Fernsehen – und gerade das machte ihn so besonders. „Mit keinem Menschen der Welt habe ich so viel gelacht“, schwärmte sie. Im Oktober 2005 heirateten die beiden in einer streng geheimen, fast schon konspirativen Zeremonie. Diese Liebe wurde zu ihrem rettenden Anker und drehte die Rollenverteilung ihres Lebens komplett um. Zweimal rettete sie ihm in den folgenden Jahren das Leben: Einmal bei einem lebensgefährlichen allergischen Schock durch einen Wespenstich, ein anderes Mal bei einem plötzlich geplatzten Aneurysma im Gehirn, bei dem jede Sekunde zählte. Die einst Bewunderte war zur stillen Retterin geworden.
Aus dieser neuen Stärke heraus wollte sie etwas zurückgeben. 2009 gründete Uschi Glas den Verein „Brotzeit“. Die Mission war so simpel wie ergreifend: Senioren schmieren an deutschen Grundschulen frühmorgens Brote für Kinder, die von zu Hause kein Frühstück und oft auch keine Aufmerksamkeit bekommen. Heute versorgt der Verein täglich 21.000 Kinder an 600 Schulen. Die Frau, die einst auf dem Pausenhof selbst ausgegrenzt wurde, schuf einen Ort der Geborgenheit für die Schwächsten der Gesellschaft.
Doch der Schatten der Vergangenheit holte sie auf brutale Weise noch einmal ein. 2016, ausgerechnet auf dem Höhepunkt ihres karitativen Engagements, griff ihr Sohn Ben sie in einem öffentlichen Facebook-Post massiv an. Er bezeichnete sie als „Heuchlerin“ und warf ihr vor, ihre eigenen Kinder vernachlässigt und geschlagen zu haben – ausgerechnet sie, die sich einst geschworen hatte, die Härte ihres Vaters niemals weiterzugeben. Die Wucht dieser Vorwürfe traf sie tief. Doch anstatt einen öffentlichen Krieg zu führen, reagierte Uschi Glas mit mütterlicher Größe und tiefem Schweigen. Sie sagte nur einen einzigen, alles überstrahlenden Satz: „Meine Liebe zu meinem Sohn ist nicht zu erschüttern.“

Der letzte und vielleicht erschütterndste Akt ihres Lebensdramas offenbarte sich erst im Jahr 2025. Auf der Suche nach möglichen jüdischen Wurzeln in ihrer Familie beauftragte Uschi Glas einen Ahnenforscher. Die Ergebnisse, die sie in ihrem gemeinsamen Buch mit der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch mutig öffentlich machte, zogen ihr den Boden unter den Füßen weg. Ihr Vater, der moralische Kompass ihres Lebens, war seit 1931 Mitglied der NSDAP und später bei der Waffen-SS in einer Division, die für schwerste Kriegsverbrechen auf dem Balkan verantwortlich war. Mit 80 Jahren erkannte Uschi Glas plötzlich die bittere Wahrheit: Ihr Vater prädigte das In-den-Spiegel-Schauen, weil er es selbst, beladen mit tiefster Schuld, nie konnte. Er verlangte von seiner Tochter die moralische Reinheit, an der er selbst grausam gescheitert war.
Heute, mit 82 Jahren, hat Uschi Glas ihren Frieden gefunden. Als wilde Oma, die mit ihren Enkeln um die Wette rennt, blickt sie auf ein Leben voller Brüche, Verrat und unerwarteter Triumphe zurück. Sie hat drei vernichtende Schläge überlebt, die Demütigung ertragen und das dunkelste Geheimnis ihrer eigenen Familie ans Licht gebracht. Die Wunden sind verheilt, die Narben geblieben. Wenn Uschi Glas heute am Abend in den Spiegel schaut, dann sieht sie nicht die Frau, bei der alles perfekt war. Sie sieht die Frau, die trotz allem immer geblieben ist – ungebrochen, mutig und zutiefst unwiderstehlich echt.
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