Es ist Sonntagabend in Deutschland, und ein Ende des Ausnahmezustands ist nicht in Sicht. Die Straßen unserer Republik sind verstopft, Autobahnen werden von Lastwagen quer blockiert, und ganz normale Familien stellen ihre Autos mitten auf die Kreuzungen. Aus Lautsprechern dröhnen Parolen, die noch bis in den letzten Winkel des Landes hallen sollen. Die Botschaft der Menschen ist klar, unmissverständlich und voller Verzweiflung: Genug ist genug! Vor dem Kanzleramt lodern offene Feuer, Rauch steigt in den nächtlichen Himmel der Hauptstadt auf. Es sind keine Randalierer, die hier auf die Straße gehen. Es sind Bürger aus der Mitte der Gesellschaft, die schlichtweg nicht mehr weiterwissen und um ihre nackte Existenz kämpfen. Die Energiepreise explodieren ungebremst, der Weg zur Tankstelle wird zum finanziellen Ruin, und auf den Küchentischen stapeln sich die unbezahlten Rechnungen. Für unzählige Menschen in diesem Land stellt sich jeden Tag aufs Neue die bange Frage, wie sie den nächsten Monat überhaupt überstehen sollen.

Doch während das Land im wahrsten Sinne des Wortes brennt und ein Generalstreik das öffentliche Leben lahmlegt, bietet sich in den nobelsten Kreisen Berlins ein Bild, das bizarrer und zynischer kaum sein könnte. Bundeskanzler Friedrich Merz feiert in dieser tiefen nationalen Krise ausgelassen im Luxushotel Adlon. Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der gesamten politischen und wirtschaftlichen Elite des Landes wird getanzt, gelacht und Champagner getrunken. Über zweitausenddreihundert Politiker, Journalisten und Wirtschaftsvertreter haben sich dort versammelt, um sich selbst zu feiern. Es wirkt, als würden sie in einer völlig anderen Dimension leben. Alice Weidel brachte dieses beklemmende Szenario mit einer bewundernswerten Schärfe auf den Punkt: Geht es eigentlich noch respektloser? Diese Szenen sind kein Zufall mehr. Sie sind das Symptom eines tiefgreifenden Verfalls. Wir werden Zeugen eines arroganten, beinahe autoritären Elitenstaates, der die Lebensrealität der Bürger nur noch als lästigen Störfaktor wahrnimmt. Für viele Menschen markiert genau diese Abgehobenheit das Ende der Bundesrepublik, wie wir sie einst kannten und schätzten.

Inmitten dieser dunklen und chaotischen Zeiten zeichnet sich jedoch ein politisches Erdbeben ab, das die Statik des gesamten Parteiensystems ins Wanken bringt. Die aktuellen Umfragewerte sprechen eine so deutliche Sprache, dass sie in den Parteizentralen der Etablierten für nackte Panik sorgen dürften. Die AfD ist am Wochenende auf sagenhafte 27 Prozent geklettert und hat sich damit als stärkste politische Kraft in Deutschland etabliert. Gleichzeitig stürzt die einst so stolze Volkspartei CDU/CSU auf mickrige 23 Prozent ab – der niedrigste Wert seit vielen Jahren. Seriöse Prognosen gehen sogar noch weiter und halten es für möglich, dass die AfD in den kommenden sechs Monaten die Marke von 35 Prozent durchbricht. Eine solche Entwicklung wäre nicht weniger als ein politischer Erdrutschsieg, der das gesamte Land von Grund auf verändern würde.

Angesichts dieser tektonischen Verschiebungen klammern sich die Altparteien verzweifelt an ihre sogenannte “Brandmauer”. Doch diese künstliche Ausgrenzung eines riesigen Teils der Wählerschaft birgt enorme Gefahren. Renommierte Experten wie der Historiker Andreas Rödder warnen bereits eindringlich vor den Konsequenzen eines Verbotsverfahrens gegen die AfD. Ein solcher Schritt, der Millionen Wählerstimmen schlichtweg annullieren und künstliche rot-rot-grüne Mehrheiten schaffen würde, wäre nach Ansicht der Experten der direkte Weg in schwerste gesellschaftliche Verwerfungen, manche sprechen gar von einem drohenden Bürgerkrieg. Auch der Verfassungsrechtler Volker Böhme-Neßler sieht die plumpen Verbotsfantasien extrem kritisch. Die AfD, so die Juristen, kämpfe ausschließlich mit demokratischen Mitteln und Worten für das eigene Land. Die Panik der Altparteien vor freien Wahlen und dem wahren Souverän führt offenbar dazu, dass nun auch die letzten demokratischen Skrupel über Bord geworfen werden, nur um die eigene Macht zu sichern.

Friedrich Merz wird als Kanzler beliebter – AfD verliert Zustimmung |  STERN.de

Ein Paradebeispiel für diesen Realitätsverlust ist die Situation in Schleswig-Holstein unter Ministerpräsident Daniel Günther. Günther, einstiges Aushängeschild des linken CDU-Flügels, sieht seine Partei dort in aktuellen Umfragen dramatisch von 43 auf nur noch 33 Prozent abstürzen. Gleichzeitig hat sich die AfD verdreifacht und steht bei 15 Prozent. Wenn Günther in Fernsehsendungen wie bei Markus Lanz dann ganz offen Zensur für unliebsame Medien fordert, offenbart das ein tief sitzendes Demokratiedefizit. Sobald die eigenen Prozente schmelzen, rufen die etablierten Politiker reflexartig nach Verboten und Zensur. Von einer ernstzunehmenden konservativen Ausrichtung ist in der heutigen CDU ohnehin kaum noch etwas übrig geblieben.

Auch das immer wieder gepflegte Lügenmärchen, dass vor allem Linke und Grüne besonders offen für Debatten seien, entlarvt sich bei genauerem Hinsehen als reine Heuchelei. Umfragen belegen klar, dass sich gerade Anhänger der Grünen am häufigsten über abweichende Meinungen aufregen. Sie leben oft in hermetisch abgeriegelten Echokammern und umgeben sich ausschließlich mit Gleichgesinnten. Die viel gepriesene Toleranz endet exakt dort, wo der andere eine konservative oder regierungskritische Meinung vertritt. Wer hingegen online politisch aktiv ist, hat paradoxerweise oft mehr Kontakt zu verschiedensten Meinungen als so mancher Bürger in der analogen Welt. Das Framing von der angeblichen Parallelwelt der Oppositionswähler ist somit nichts weiter als ein durchsichtiges Manöver.

Während das Volk an der Zapfsäule weint und arbeitet, bis es sprichwörtlich umfällt, fließen derweil weiterhin Hunderte Millionen an Steuergeldern in absurde ideologische Projekte ins Ausland. Allein 180.000 Euro wanderten kürzlich in ein NGO-Projekt nach Osteuropa, um dort angebliche “Desinformation” zu bekämpfen – alles unter dem Deckmantel der Demokratieförderung. Doch wie sieht die Demokratieförderung im eigenen Land aus? Die schwarz-rote Koalition reagiert auf die handfeste Krise mit purem Machtmissbrauch. In Rheinland-Pfalz wird sogar versucht, Verfassungsregeln abzuändern, um unbequeme Untersuchungsausschüsse – etwa zur Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen – zu blockieren. Das wichtigste parlamentarische Kontrollinstrument der Opposition soll schlichtweg lahmgelegt werden. Das ist ein Frontalangriff auf die Demokratie, der an dunkelste Zeiten erinnert.

Doch es gibt einen Lichtblick am Horizont. Die politische Opposition bereitet sich hochprofessionell auf die Übernahme von Regierungsverantwortung vor. Mit detailliert ausgearbeiteten Strategieprojekten wie der „Operation Alternatives Deutschland“ liegen nun konkrete, voll durchfinanzierte Maßnahmen auf dem Tisch, die bei einer Regierungsbeteiligung sofort umgesetzt werden können. Es ist der notwendige Schritt von der reinen Protestpartei hin zu einer tragfähigen Regierungsmacht. Wenn die künstliche Brandmauer endlich fällt, dann steht Deutschland vor der größten und wichtigsten Wende seiner jüngeren Geschichte. Die Stimmung ist unwiderruflich gekippt, der Generalstreik rollt weiter. Das deutsche Volk, der eigentliche Souverän dieses Landes, hat das Wort ergriffen und wird sich nicht länger ignorieren lassen. Die Zeit des Zuschauens ist vorbei – es geht um nicht weniger als die Zukunft unserer Heimat.