Staatsschutz außer Kontrolle? Hundeinsatz und Pfefferspray gegen Schwarz-Rot-Gold – Wie der Patriotismus in Deutschland systematisch kriminalisiert wird
Es sind Bilder und Berichte, die einen als mündigen Bürger dieses Landes nur noch fassungslos und tief bestürzt zurücklassen. In einer Zeit, in der sportliche Großereignisse eigentlich die Nation einen, für kollektive Freude und ein unbeschwertes Miteinander sorgen sollten, offenbart sich auf den Straßen der Bundesrepublik ein erschreckendes, geradezu dystopisches Bild. Die jüngsten Vorfälle rund um das Zeigen der deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold werfen ein grelles, unbarmherziges Licht auf einen Staatsapparat, der offenbar völlig den Kompass verloren hat. Wenn feiernde Bürger, die nichts weiter tun, als ihre Verbundenheit zu ihrem Land auszudrücken, plötzlich mit Polizeihunden, Pfefferspray und dem martialischen Aufgebot staatlicher Gewalt konfrontiert werden, dann müssen wir uns als Gesellschaft die unweigerliche Frage stellen: Wie weit sind wir eigentlich gekommen? Ist der gesunde, friedliche Patriotismus in Deutschland mittlerweile ein schweres Verbrechen, das den Staatsschutz auf den Plan ruft?
Die unfassbare Eskalation, die sich jüngst in den nächtlichen Stunden in Bielefeld abgespielt haben soll, markiert einen vorläufigen, traurigen Höhepunkt in dieser besorgniserregenden Entwicklung. Mitten in der Nacht, inmitten einer friedlichen Partyszene und fröhlicher Autokorsos, eskaliert die Situation vollends. Aufnahmen zeigen einen absolut unverhältnismäßigen Polizeieinsatz: Hundeführer stehen mit bissbereiten Tieren auf der Straße, Beamte gehen mit aggressivem Pfeffersprayeinsatz gegen Bürger vor, deren offensichtlichstes “Vergehen” darin bestand, eine Deutschlandfahne zu tragen. Wo ist hier die Verhältnismäßigkeit geblieben? Wo ist der konkrete Anlass für ein derart brutales, einschüchterndes Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung? Von Seiten der offiziellen Behörden, dem viel zitierten “Amtschimmel”, herrscht zunächst einmal dröhnendes Schweigen. An einem Sonntagvormittag scheinen Mitteilungen zu solch brisanten Vorfällen ohnehin Mangelware zu sein, doch die Bilder sprechen eine deutliche, erschütternde Sprache. Sie brennen sich in das Bewusstsein der Menschen ein und nähren den massiven Verdacht, dass hier gezielt ein Exempel statuiert werden soll.
Dieser Vorfall ist bedauerlicherweise kein isolierter Einzelfall, sondern fügt sich nahtlos in eine weitreichende, systematische Kampagne gegen die nationalen Symbole unseres Landes ein. Man erinnere sich nur an das vergangene Jahr, als ein simpler Trend in den sozialen Netzwerken – das bloße Aufhängen der Nationalflagge mit den Bundesfarben, jenen Farben, die untrennbar in unserem Grundgesetz verankert sind – den Staatsschutz auf den Plan rief. Gegen Bürger, die stolz ihre Flagge hissten, wurde plötzlich ermittelt. Ein beispielloser Vorgang, der tief in die Grundrechte eingreift und ein Klima der Angst und Einschüchterung schürt. Die Botschaft der Obrigkeit ist unmissverständlich: Wer Schwarz-Rot-Gold zeigt, macht sich automatisch verdächtig. Er wird sofort in eine extremistische Ecke gedrängt, observiert und im schlimmsten Fall kriminalisiert. Der Staatsschutz und der Verfassungsschutz scheinen in diesen Tagen massive Überstunden zu schieben – allerdings offensichtlich nicht bei der Bekämpfung realer, handfester Bedrohungen, sondern bei der peniblen Überwachung harmloser Bürger, die ihr Land lieben.
Noch absurder, noch grotesker wird diese staatliche Phobie vor den eigenen Farben, wenn man den Blick auf die Stadt Köln richtet. Dort entfaltete sich kürzlich eine Posse, die man sich in ihren Details kaum bizarrer ausdenken könnte. Ein syrischer Flüchtling – ausgerechnet ein Mensch, der in unserem Land Zuflucht gefunden hat und offensichtlich seine tiefe Dankbarkeit und Verbundenheit durch das Anbringen von Deutschlandfahnen an Bäumen ausdrücken wollte – wurde von der harten Realität bundesdeutscher Bürokratie eingeholt. Die Stadtverwaltung ließ die Fahnen rigoros entfernen. Die offizielle, geradezu lächerliche Begründung: Der Schutz der Baumrinde müsse gewahrt bleiben. Dieselben Bäume, die noch vor wenigen Wochen im Vorfeld politischer Wahlen massenhaft mit Plakaten zugepflastert und mit Kabelbindern abgeschnürt wurden, ohne dass sich auch nur ein einziger Ordnungsbeamter an der Rinde gestört hätte. Diese himmelschreiende Doppelmoral entlarvt die fadenscheinigen Argumente der Verwaltung. Es geht hier mitnichten um Umweltschutz oder Baumpflege; es geht um die gezielte, ideologisch motivierte Tilgung der Nationalfarben aus dem öffentlichen Raum. Das ist der reine, unverschnittene Wahnsinn eines Amtschimmels, der sich zunehmend gegen die eigene kulturelle Identität richtet.
Um das ganze dramatische Ausmaß dieser nationalen Identitätskrise in Deutschland zu erfassen, muss man paradoxerweise den Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus werfen. Die Szenen, die sich zeitgleich im kanadischen Toronto abspielten, bilden den denkbar schärfsten, entlarvendsten Kontrast zur bedrückenden Stimmung in der Heimat. Zehntausende Deutsche, die das Ansehen der Bundesrepublik im Ausland keineswegs beschädigen, sondern vielmehr als fröhliche, ausgelassene Botschafter auftreten, haben die kanadische Metropole in ein friedliches Meer aus Schwarz-Rot-Gold verwandelt. Bei herrlichen 22 Grad und strahlendem Sonnenschein zogen sie durch die Straßen, sangen, feierten und zeigten genau den unverkrampften Nationalstolz, der ihnen in Deutschland mit Hunden und Pfefferspray ausgetrieben wird. Man vernahm Trommeln, die manch einer vielleicht als militärisch anmutend interpretieren könnte, und lautstarke Gesänge. Es sind Bilder purer Lebensfreude, Bilder einer feiernden Masse, die einen Sieg ihrer Mannschaft ausgelassen genießt.
Doch genau diese wunderschönen, verbindenden Bilder werfen eine drängende, tiefgründige Frage auf: Warum müssen Deutsche mittlerweile ins Ausland fliegen, um ihre eigene Kultur, ihren Sport und ihre Farben frei und ohne Angst vor staatlichen Repressionen feiern zu können? Kann ein Staatsschützer oder Verfassungsschützer hierzulande überhaupt noch ruhig schlafen, wenn er sieht, wie zehntausende Landsleute ihren Nationalstolz buchstäblich in ein Flugzeug packen und auf einen anderen Kontinent exportieren, weil die Atmosphäre im eigenen Land schlichtweg unerträglich, vergiftet und feindselig geworden ist? Es mutet an wie ein Treppenwitz der Geschichte. Während die eigene Regierung laut darüber nachdenkt, Ausreisesperren für Bürger zu verhängen, die an missliebigen politischen Veranstaltungen im europäischen Ausland teilnehmen wollen, lässt man gleichzeitig einen Massenexodus der Fußballfans nach Übersee geschehen. Und vielleicht, so mag man zynisch anmerken, sind manche politischen Akteure in Berlin im tiefsten Inneren sogar froh darüber. Schließlich aus historischer Verantwortung, wie es in linken und grünen Kreisen oft predigend heißt, müsse man am besten gleich freiwillig verlieren und jeglichen nationalen Jubel im Keim ersticken.
Die verheerenden Folgen dieser systematischen Unterdrückung zeigen sich überdeutlich auf den heimischen Straßen und Plätzen. Wer in diesen Tagen über die Hamburger Reeperbahn schlendert oder sich in Würzburg umsieht, dem bietet sich ein geradezu gespenstisches, entfremdetes Bild. Wo früher ein Meer aus Fahnen wehte und die Straßen von jubelnden Menschenmassen gesäumt waren, herrscht heute oftmals gähnende Leere. Man muss die Deutschen in ihren eigenen Städten sprichwörtlich mit der Lupe suchen. In manchen Gebieten gibt es anscheinend mehr einsame, verwaiste Deutschlandfahnen an Hauswänden als tatsächliche Menschen, die sich auf die Straße trauen, um sie zu feiern. Die Bevölkerung hat sich zurückgezogen, eingeschüchtert von der ständigen medialen und staatlichen Drohkulisse, bei der kleinsten patriotischen Regung sofort als extremistisch gebrandmarkt zu werden.
Die Heuchelei der politischen Elite erreicht dabei Sphären, die man nur noch als grotesk bezeichnen kann. Das Bundesministerium des Innern ließ einst verlautbaren, dass das Zeigen der schwarz-rot-goldenen Fahne ein klares Zeichen der Distanzierung von extremistischen Ideologien sei. Ein wundervoller, richtiger Satz. Doch die gelebte Realität sieht exakt gegenteilig aus. Sobald Bürger diese Fahne auf eine Weise nutzen, die nicht dem strikten, weichgespülten Narrativ der regierenden Parteien entspricht – oder wenn Oppositionsparteien wie die AfD sich auf diese Farben berufen –, wird der Distanzierungscharakter der Flagge sofort geleugnet und das Symbol stattdessen mit Hass und Hetze in Verbindung gebracht. Wer definiert eigentlich, wer berechtigt ist, die Farben unseres Landes zu tragen? Diese Deutungshoheit, die sich der Staat hier anmaßt, ist brandgefährlich für den inneren Frieden einer Demokratie.
Inmitten dieser ernsten, staatstragenden Debatten sorgen kleine Randnotizen wie die völlig absurde “Hydration Break” während der Spiele für ein müdes Schmunzeln – oder eher für Kopfschütteln. Wenn die künstliche Intelligenz uns heutzutage Videos generiert, in denen die Spieler in der Trinkpause genüsslich ein frisches Weißbier kippen, dann spricht daraus eine tiefe Sehnsucht nach der guten alten, unverfälschten Normalität. Nach einer Zeit, in der nicht alles hochgradig reguliert, sterilisiert und politisch korrekt weichgewaschen war. Es ist ein stiller Protest gegen eine vollkommen überzogene Reglementierungswut, die selbst vor der simplen Flüssigkeitsaufnahme auf dem Rasen nicht haltmacht.
Wenn wir in die nahe Zukunft blicken, verheißt die aktuelle Lage wenig Entspannung. Die Europameisterschaft geht weiter, unsere Elf muss sich erneut beweisen. Doch abseits des sportlichen Rasens brauen sich ganz andere gesellschaftliche Stürme zusammen. In wenigen Wochen steht der Bundesparteitag der AfD in Erfurt an, begleitet vom voraussichtlich größten Polizeieinsatz in der Geschichte des Landes Thüringen. Die staatlichen Ressourcen werden bis an die absolute Belastungsgrenze ausgereizt, die gesellschaftliche Spaltung wird weiter zementiert und die Fronten verhärten sich zusehends.
Wir stehen an einem historischen Scheideweg. Ein Land, das seine eigenen Symbole kriminalisiert, das feiernde Bürger mit Hunden und Pfefferspray von den Straßen jagt und Patriotismus mit Extremismus gleichsetzt, beraubt sich seiner eigenen Seele und seiner inneren Bindungskraft. Wenn Schwarz-Rot-Gold zu einem Symbol des staatlichen Verdachts verkommt, verlieren wir weit mehr als nur ein paar Fahnen im Wind – wir verlieren unser Fundament. Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen in Polizei, Politik und Behörden ihr massiv überzogenes Vorgehen reflektieren, den Bürgern ihre Identität zurückgeben und aufhören, den Verfassungsschutz als politisches Instrument gegen die eigene, friedlich feiernde Bevölkerung einzusetzen. Andernfalls werden die schönen Bilder aus Kanada bald die einzige Erinnerung daran sein, wie ein freies, unbeschwertes und stolzes Deutschland einmal ausgesehen hat.