Als Moderator DAS FRAGT, ZIEHT Gottschalk den STECKER!
Als Moderator DAS FRAGT, ZIEHT Gottschalk den STECKER!

stehst und sagst, ich will auf keinen Fall von der AfD gemobt werden. Wir gehen mal davon aus, dass das so ist. Aber angenehm ist es ja auch nicht, oder? Angenehm ist nicht unangenehm, wenn du von Menschen gemocht wirst, egal wie die sind, egal woher die kommen, egal wo die leben. Ist es so anstrengend zu sagen, ich verzichte darauf? Folgt dann darauf.
Warum nicht? Warum darf ein Mensch mit 74 nicht sagen, was er denkt? Glaube nicht an die Wirksamkeit dieses selbst dieser Selbstbescheidung. Mitten in der Sendung fängt der Moderator plötzlich an Thomas Gottschalk in die AfDcke zu drängen. Man merkt sofort, das ist kein normales Gespräch mehr.
Der Moderator versucht alles, um Gottschalk zu einer Distanzierung von der AfD zu zwingen und stellt ihm sogar eine Falle. Aber Gottschalk weicht keinen Millimeter. Im Gegenteil, er lässt den Moderator richtig alt aussehen und was dann passiert, hat niemand kommen sehen. Daumen hoch für Gottschalk und jetzt schaut genau hin. Aber ich habe ja großes Glück gehabt im Gegensatz zu dir.
Ich habe ja im Fernsehen die großen Zeiten erlebt. Das heißt, als ich angefangen habe, bin ich der Putzer. bin ich hier der Putzerfisch, der hier noch die macht, ihr macht weiter, während ich mich ja vom Hofe mache. Es ist so, dass ich damals, als ich bei den Telespielen ins Programm gekommen bin, gewusst habe, ich kann machen, was ich will, ich kann das Telefonbuch vorlesen, es gucken trotzdem 14 Millionen Menschen zu.
Das das gibt es ja alles nicht mehr. Nee, die Zeiten sind wirklich vorbei. Also, wir müssen uns schon auch ein bisschen anstrengen. Die Sendung ging äh zu Ende letztes Jahr und es war ein großes Fest. Du bist also mehr oder weniger auf einer auf einer Schaufel eines Radladers in den Sonnenuntergang geritten und dann gab es aber zum Schluss noch einen relativ langen Monolog, indem du moniertest, kann man sagen monieren oder dass man dass du nicht mehr im Fernsehen so reden kannst wie zu Hause.
Ich habe es nicht moniert. Ich habe es festgestellt, dass ich oft merke, wenn ich zu Hause irgendwas sage, gut, dass das keiner im Fernsehen gehört hat. Das sind Dinge, die ich früher nicht gedacht habe, dass ich sage, man hätte mir das falsch auslegen können. Früher hast du es in der in deiner eigenen Kraft und in deiner eigenen Formulierung gehabt, ob du Leute beleidigen wolltest, was ich nie getan habe oder ob diese Leute beleidigt waren.
Heute ist es ja so, wenn ich eine Nationalspielerin mit falschen Namen anspreche, dann ist das ja sofort ein Afr gegen junge Frauen und gegen Frauenfußball im Allgemein und das ist nicht so gemeint. Ich nehme für mich in Anspruch, dass ich nie jemandem in irgendeiner Form zu nahe treten wollte oder nie in irgendeiner Form, sagen wir mal auch Frauen, was man mir ja immer wieder unterstellt, in einer ungebührlichen Form behandelt habe in meinen Shows. Mhm.
Wobei das natürlich immer eine Frage der Wahrnehmung ist, ne? Also man sagt ja selber von sich aus, das habe ich nie vorgehabt, es kann aber trotzdem so sein, dass das Gegenüber das so empfindet. Wie geht man dann damit um? Es ist bestimmt jetzt einige von de Redakteurinnen fasziniert vor Monitor und denken, wann redet er sich um Kopf und Kragen? Wann verschafft er uns eine Schlagzeile in den in den sozialen Medien? Ich habe nicht der Absicht, das zu tun.
Ehrlich, was für eine Legende. Und genau das hat den Moderator getriggert, denn danach verliert er komplett die Fassung und versucht mit aller Kraft Gottschalk in die Ecke zu drängen. Bei bei uns passiert das eigentlich auch nicht. Also, wir sind doch schau. Ich bin auch gar nicht der Typ, der das der das will.
Aber ich sage, wenn einer mit 74 und ich bin 74 geworden, wenn eine mit 74 immer noch das denkt, was er oder nicht das sagen kann, was er denkt, dann ist irgendwas schief gelaufen. Ich habe ja früher relativ spontan reagiert. Heute ist es so, dass ich erstmal nachdenke, bevor ich etwas sage. Ist das schlimm? Das ist für mich ist es schlimm, ja, weil ich eine eine Cesur habe.
Ich denke, kann ich das noch sagen, was mir gerade eingefallen ist? Meistens muss ich sagen, kann ich es nicht. Ja, aber ich habe festgestellt, dass man gewisse Dinge einfach erklären muss, wenn man populär ist und dass einem das nicht abgenommen wird, dass man es anders gemeint hat, als man es gesagt hat. Das ist ein ein sehr guter Punkt, denn das Erklären ist ja gerade in der Öffentlichkeit, mir erscheint es manchmal wie Treibsand.
Ja, also du du singst immer tiefer, je mehr du strampelst oder es gibt auch das Beispiel von Lorot, das Bild hängt schief. Also da habe ich manchmal, also wenn ich wenn ich das so die letzten Wochen alleine verfolge, habe ich bei dir manchmal den Ahnung, dass es wirklich wie in dem Loros Catch ist. Man hat das Gefühl, das Bild hängt schief.
Ich korrigiere es und dann wird’s noch schiefer. Also dieses dieses Gefühl habe ich nicht. Ich fühle mich nicht missverstanden. Ich fühle mich unverstanden. Das ist das Problem. Aber glaubst du das? Also ich habe noch mal auf diesen Schlussmonolog zurückzukommen. Ich kann ja nur für mein persönliches Gefühl sprechen.
Ich dachte war eine super s und ich dachte es war eine super Sendung, die hat Spaß gemacht und dann kommt der Monologe und denkst du soch ey, warum eigentlich? Und dann folgt dann drauß. Warum nicht? Warum darf ein Mensch mit 74 nicht sagen, was er denkt? Ich bin der Meinung, jeder darf den Unsinn erzählen, den er gerade erzählen möchte, aber das ist heute nicht mehr so, dass man sich damit auseinandersetzt, dass man sagen kann, was will der Mann mir eigentlich erklären? Ich wollte erklären, dass ich bei gewissen Dingen einfach heute zucke,
bevor ich es sage und es dann gar nicht mehr sage, weil ich Angst habe, dass es missverstanden wird, dass es missinterpretiert wird. Ich habe z.B. Wir haben ja gemeinsam, wir sind ja gemeinsam durch diese Ziger Schnitzel äh Affäre marschiert. Da warst du in der gleichen Sendung, aber da sage ich, ich habe eine andere eine andere soziale Entwicklung gemacht.
Mein Zimmernachbar im bayerischen Rundfunk hat immer damit angegeben, ich bin der Sohn des berühmten Ziguner Geigers Barnabasch von Gezi. Das war der Iwan von Gezi. Der hat dieses Wort dieses Wort erwähnt und ich habe mich nicht ich habe doch nicht daran gedacht, mein Gott, ich habe mit will mit dem manisch zu tun haben. Und dieses Missverstanden werden, ich habe nie an irgendwelche People of Color gedacht, wenn ich von Mohenköpfen gesprochen habe.
Ich habe nie in irgendeiner Form, als ich von Zuschauern gesprochen habe, die Frauen ausgeschlossen, weil ich einfach sage, das sind Dinge, die ich die ich nie im Kopf hatte, weil ich sag, wenn wenn wir alle zuschauen, ist es mir egal, ob die groß oder klein, schwarz oder weiß, arm oder reich sind. Ich liebe sie alle, ich brauche sie auch alle.
Aber wir reden ja in der Regel, wenn es über wenn es solche öffentlichen Debatten gibt, geht’s ja meistens immer um dieselben zwei, drei Begriffe, die du jetzt gerade auch genannt hast. Ist es so ein ist es so schwer sich davon zu trennen und zu sagen, wenn es doch wirklich eine stabile Anzahl von Leuten gibt, die sagen, es verletzt uns.
Und es geht ja immer nur um die drei. Sind in jeder Debattensendung sind es immer dieselben drei Begriffe. Ist es so ein ist es so anstrengend zu sagen, ich verzichte darauf? Passt jetzt genau auf, was der Moderator hier macht. Er nimmt Gottschalks gesamtes Argument über Meinungsfreiheit und schrumpft es auf drei Wörter zusammen, als ob es nur darum geht.
Drei Begriffe. Gib sie einfach auf und alles ist gut, oder? Klassischer Trick. Mach das große Thema klein und plötzlich bist du der Unvernige, weil du nicht nachgibst. Aber schaut euch an, was Gottschalk jetzt macht, denn genau hier geht der Schuss nach hinten los. Ich kann sagen, ich lasse es, aber ich glaube nicht an die Wirksamkeit dieses selbst dieser Selbstbescheidung selbst s aber aber vielen Leuten reicht es ja schon zu sagen, ey, es wird anerkannt, dass wir ein Problem damit haben und dann lass es doch einfach und
stattdessen wird immer so darum gerungen sagen, ich will es auf Teufel kommen raus immer noch sagen dürfen und es sind ja nur die drei, sind ja immer dieselben drei Begriffe. mehr. Ja. Ja. Ein paar stehen ein paar stehen in dem Buch und du hast ja ähm in den einleitenden Worten gesagt, also sinngemäß paraphrasiert dieses Buch, diejenigen, die mich nicht mögen, die nicht mein Publikum sind, die werden dieses Buch wahrscheinlich gar nicht lesen.
Stellt sich doch mal die Frage, für wen ist es dann eigentlich geschrieben? Weil die Leute, die deine Fans sind, sagen doch sowieso, Thomas richtig so. Na gut, da habe ich nichts dagegen. Das ist ja das ist ja jeder, der der recht haben will und recht bekommt, ist ja zufrieden damit. Aber es ist tatsächlich so, dass ich äh im Grunde äh mich mich mich äh quasi ja entschuldigen müsste für gewisse Dinge, die ich denke und da bin ich nicht bereit dazu.
Ich habe jetzt Interview mit Spiegel gemacht, die haben gesagt, hat es sie nicht gestört, dass dass Leute von der AfD toll finden? Ja, mein Gott, ich stell mich nie daran, wenn Leute mich toll finden, egal aus welcher Ecke die kommen. Ja, müsste man wissen. Ja. Ähm, wobei man natürlich bei manchen Leuten wirklich, also ich glaube, niemand erwartet von dir, dass du jetzt aufstehst und sagst, ich will auf keinen Fall von der AfD gemocht werden.
Wir gehen mal davon aus, dass das so ist. Aber angenehm ist es ja auch nicht, oder? Angenehm ist es nicht unangenehm, wenn du von Menschen gemocht wirst, egal wie die sind, egal woher die kommen, egal wo die leben. Und genau das ist der Moment. Keine Distanzierung, kein Pflichtstatement. Einfach ein 74-jähriger Mann, der sagt: “Es ist mir egal, wer mich mag und ich werde nicht so tun, als wäre es anders.
ehrlich gesagt Respekt dafür. Und genau das macht sie wahnsinnig, nicht was Gott Schalk sagt, sondern was er sich weigert zu sagen, denn das ganze Spiel funktioniert nur, wenn alle mitspielen und Gott Schalk hat einfach nicht mitgespielt. Also ganz ehrlich, was denkt ihr? Ist das noch Journalismus oder ist das nur Druck? Verpackt als Gespräch? Schreibt es in die Kommentare.
Wenn euch das gefallen hat, Daumen hoch, abonniert den Kanal und wir sehen uns beim nächsten Mal im Zauberblick. Yeah.