Ein Haus in Ludwigshafen Ogersheim. Ende der 90er Jahre. Alle Fenster sind abgedunkelt. Die Rolläden bleiben geschlossen. Tag und Nacht. Sogar die Pflanzen hat man aus den Zimmern entfernt, weil sie Licht brauchten. Die Frau, die hier lebt, kann das Haus tagsüber nicht mehr verlassen.
Wenn sie spazieren geht, dann nur nach Einbruch der Dunkelheit. allein. In ihr Tagebuch schreibt sie einen Satz. Ich sitze hier wie in einem Gefängnis. Die Frau heißt Hanne Lore Kohl. 36 Jahre lang stand sie an der Seite des Bundeskanzlers, begleitete Staatsbesuche, Empfänge, Parteitagsreden. Sie war die Frau, die einmal gesagt hatte: “In der ersten Reihe zu schlafen ist generell Übungssache.
Weh, man muss nur aufpassen, dass man nicht vornüberfällt. Jetzt 1999 lebt sie in einer abgedunkelten Wohnung. Seit 1993 leidet sie an einer seltenen Lichtallergie. Seit dem Jahr 2000 herrscht fast nur noch Dunkelheit. Was verbarg? Was geschah am 5. Mai 1945, dass sie ein halbes Jahrhundert lang verschwieg? Und warum konnte ihr niemand helfen? Nicht die Ärzte, nicht die Familie, nicht der mächtigste Mann Deutschlands.
Ludwigshafen 1948, ein Klassenfest im Gasthaus zum Weinberg. Die 15-jährige Hanne Lore Renner lernte dort den 18-jährigen Helmut Kohl kennen. Später sagte sie rückblickend: “Sie habe in jener schrecklichen Nachkriegszeit endlich einen Menschen gefunden, der sie beschütze. Stark wie ein Berg.” Die beiden verlobten sich 1953.
Doch die Hochzeit ließ auf sich warten. Zwölf Jahre waren sie zusammen, bevor er sie heiratete. Helmut Kohl wollte erst ein Haus bauen. Am 27. Juni 1960 fand die Trauung in der Pfahrkirche St. Josef in Ludwigshafen statt. Für Hanne Lore bedeutete dieser Tag auch ein Ende. Sie gab ihren Beruf bei der Bas auf.

Dort arbeitete sie als Fremdsprachenkorrespondentin, sprach fließend Englisch und Französisch. Von nun an ordnete sie ihr Leben vollständig dem politischen Aufstieg ihres Mannes unter. “Wenn ich mich nicht völlig auf meinen Mann eingestellt hätte”, sagte sie, “wäre unsere Ehe schief gelaufen. Was folgte, waren 22 Jahre im Schatten einer politischen Karriere.
Erst Landtag, dann Ministerpräsident in Mainz, dann Bundeskanzler in Bonn. Das Haus in Ogersheim entwickelte sich zur Festung. Hohe Mauern, Panzerglas. Helmut war in der Hauptstadt. Hanne Lore war allein. 1963 kam Sohn Walter zur Welt. 1965 Sohn Peter. Hanne Lore wurde die prägende Figur der Familie. Sie versuchte den Kindern ein normales Leben zu ermöglichen.
Trotz Personenschutz, trotz öffentlicher Aufmerksamkeit, trotz der Abwesenheit des Vaters. Walterkohl beschrieb das Leben in diesem Haus Jahre später mit einem einzigen Wort: Sprachlosigkeit. Ohne meine Mutter wäre mein Vater nie der geworden, der er ist”, schrieb er 2000elf. Doch seine Kindheit nannte er eine Zeit der tiefen Sprachlosigkeit.
Er empfand die öffentliche Bewachung als peinlich, wurde in der Schule gemobbt. Hanne Lore selbst litt unter der Ehe und der politischen Karriere des Mannes. Walter Kohl nannte seinen Vater einen machtfixierten Kontrollmenschen, der in der Familie oft abwesend war. 1983 gründete Hanne Lore das Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden am zentralen Nervensystem.
Sie wurde Präsidentin. Das Engagement war persönlich motiviert. Anfang der 70er Jahre hatte sie eine neurologische Klinik besucht und ein Tabutha entdeckt, dass sie nicht mehr losließ. Dann im Februar 1993 ein ärztlicher Fehler, der alles veränderte. Hanne Lore erhielt ein Antibiotikum mit einer Penicillin ähnlichen Substanz.
Obwohl ihre Penicillinallergie seit Ende der 60er Jahre bekannt war, die Reaktion war lebensbedrohlich. Die Diagnose Lal Syndrome. Wochenlang lag sie im Krankenhaus. In der Folge entwickelte sich eine seltene, kaum erforschte Lichtallergie, eine fotoallergische Reaktion. Jeder Kontakt mit Licht, Sonne oder künstlich verursachte Schmerzen, Hautrötungen, Blasenbildung, Eckzäme.
Ärzte im Inn und Ausland versuchten zu helfen. Erfolglos. Manche Experten vermuteten psychosomatische Ursachen, aber die Lichtallergie war nicht die ganze Wahrheit. Was am 5. Mai 1945 geschah, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand. Was am 5. Mai 1945 geschah, verschwieg Hanne Lore Kohl 56 Jahre lang. nicht gegenüber Journalisten, nicht gegenüber Ärzten, gegenüber allen.
Sie war 12, als es passierte. Geboren am 7. März 1933 in Berlin-Schöneberg, aufgewachsen in Leipzig. Der Vater Wilhelm Renner war Betriebsdirektor bei der Hasac, einem der größten Rüstungskonzerne des Dritten Reiches. Mitglied der NSDAP, Wehrwirtschaftsführer. Was seine Tochter 1945 erleben würde, hatte mit seinem Regime zu tun.
Im Dezember 1943 legten schwere Luftangriffe Leipzig in Trümmern. Hanne Lore wurde mit ihrer Mutter Irene evakuiert. Erst nach Grimmer, dann nach Döbeln in Sachsen. In Döbeln besuchte die Zehnjährige ein Gymnasium, während die Mutter in einer Fabrik kriegsverpflichtet war. Hanne Lore half in der Werkskantine. Am Bahnhof von Döbeln sah sie Verwundete, Flüchtlinge, das Chaos einer zusammenbrechenden Gesellschaft.
Im Februar 1945 wurde das Elternhaus in Leipzig bei einem Bombenangriff vollständig zerstört. Dann kam der 5. Mai 1945. Hanne Lore, 12 Jahre alt und ihre Mutter machten sich mit einem Handkarren auf den Weg Richtung Westen. Zu Fuß über zerbombte Straßen durch die Trümmer eines zusammenbrechenden Landes. Flucht vor der roten Armee.
Mutter und Tochter. Ein Handkarren mit dem wenigen, was sie noch besaßen. Das war alles. Auf dieser Flucht wurden sie von sowjetischen Soldaten aufgegriffen. Die Zwölfjährige wurde verschleppt und mehrfach schwer misshandelt. Was genau in jenen Stunden geschah, erzählte Hanne Lore Kohl erst 56 Jahre später. dem Journalisten Herrybert Schwan in der Dunkelheit ihrer nächtlichen Spaziergänge.

Schwan schrieb in seiner Biographie: Hanne Lore sei wie ein Zementsack aus einem Fenster geworfen worden. Die Folge war eine schwere Quetschung der Wirbelsäule. Die Schmerzen heilten nie. Von diesem Tag an war Hanneore Kohl auf Schmerzmittel angewiesen. Ein halbes Leben lang. Was die Mutter in jenen Stunden tat, ob sie zusehen musste, ob sie versuchte ihr Kind zu schützen, ist nicht überliefert.
Beide sprachen nie darüber. Wochen später stieß der Vater wieder zur Familie. Im Juli 1945 erreichten sie Mutterstadt in Rheinlandpfalz, die Heimat des Vaters, was einst eine bürgerliche Existenz gewesen war. Leipzig, Direktorenvilla, Rüstungskonzern war verloren. Die Familie fand Unterschlupf in einer fensterlosen Waschküche.
Ein Raum ohne Tageslicht für eine Familie, deren Tochter gerade das Schlimmste erlebt hatte. 7 Jahre später starb der Vater. Die Familie blieb mittellos. Hanne Lore musste ihre Studienpläne aufgeben. Sie machte eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, um sich und die Mutter zu ernähren. Das Mädchen aus Leipzig, das einmal studieren wollte, tippte jetzt Geschäftsbriefe bei der BF.
Die Mutter überlebte. Beide schwiegen. 35 Jahre lang lebten sie nebeneinander, ohne je über jene Nacht im Mai 1945 zu sprechen. Irene Renner starb 1980. Das Geheimnis nahm sie mit ins Grab. 56 Jahre trug Hanne Lore Kohl dieses Geheimnis. Erst in den letzten Monaten vor ihrem Tod vertraute sie sich dem Journalisten Harry Bert Schwan an.
Die Gespräche fanden nachts statt bei Spaziergängen, weil Hanne Lore das Haus tagsüber nicht verlassen konnte. Im Dunkeln sprach sie über das, was sie im Dunkeln verschwieg. Schwan nannte das Trauma das zentrale, nie verarbeitete Trauma ihres Lebens. Öffentlich bekannt wurde es erst 2000, als sein Buch Die Frau an seiner Seite erschien.
Die Söhne Peter und Walter kritisierten das Buch scharf. Unredliche Methoden Heuchelei. Schwan entgegnete, er habe die alleinige Deutungshoheit der Söhne gebrochen. Die Verbindung liegt nahe. Die Wirbelverletzung von 1945, die lebenslangen Schmerzen, das nie verarbeitete Trauma. Finfonzizat. Und dann 1993 die Lichtallergie. Manche Experten sahen psychosomatische Ursachen.
Ein verschwiegenes Trauma, das ich über Jahrzehnte in den Körper eingeschrieben hatte. Hanne Lore war eine von hunderttausenden Frauen, denen 1945 dasselbe wiederfuhr und die schwiegen ihr Leben lang. Und dann kam die Spendenaffäre und zerstörte, was noch übrig war. Im November 1999 er ging ein Haftbefehl gegen den CDU Schatzmeister Walter Leisler Kieb.
1 Million Dmark übergeben vom Waffenhändler Karl Heinz Schreiber. Im Dezember 1999 räumte Helmut Kohl ein. zwischen 1993 und 1998 rund 2,1 Millionen Demark an den Rechenschaftsberichten der Partei vorbeigeschleust zu haben. Er verweigerte die Namen der Spender. Vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages erklärte er: “Ich habe mein Ehrenwort gegeben.
Ich werde die Namen nicht nennen.” Die Partei zerbrach. Angela Merkel veröffentlichte im Dezember 1999 einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, indem sie die CDU aufforderte, sich von Kohl zu lösen. Öffentlich, unmissverständlich. Im Januar 2000 legte Kohl den Ehrenvorsitz der CDU nieder.
Wolfgang Schäuble ebenfalls in den Spendenskandal verwickelt. 100.000 Demark von Schreiber trat im Februar 2000 von allen Ämtern zurück. Für Hanne Lore Kohl war die Spendenaffäre keine politische Angelegenheit. Es war eine persönliche Katastrophe. Journalisten versuchten, die schwerkranke Frau telefonisch unter Druck zu setzen.
Sie sollte Informationen über die Spender liefern, als wäre sie Mitwisserin. Walter Kohl berichtete später, seine Mutter habe Anrufe erhalten, die an Bedrohungen grenzten. Eines Abends klingelte das Telefon. Eine Stimme, die sie nicht kannte, Fragen, die sie nicht beantworten konnte. Dann Drohungen. Hanne Lore legte auf, aber es blieb nicht beim Telefon.
Auf der Straße wurde sie angespuckt. Man beschimpfte sie mit Worten, die hier nicht wiederholt werden müssen. Der Tiefpunkt, das Wort Spendenhure, gerichtet an eine Frau, die kaum noch das Haus verlassen konnte. Sech Jahre lang hatte sie versucht mit der Lichtallergie zu leben. Ärzte im Inn und Ausland hatten sie behandelt.
Dermatologen, Allergologen, Universitätskliniken. Keiner fand eine Lösung. Manche rieten zu experimentellen Therapien. Nichts half. Nun, unter dem Druck der Affäre verschlechterte sich ihr Zustand drastisch. Ab dem Jahr 2000 herrschte im Haus Ogersheim völlige Dunkelheit. Alle Fenster abgedunkelt, die Rolläden permanent geschlossen, sämtliche Pflanzen aus den Zimmern entfernt.
Zuletzt vertrug sie nicht einmal mehr Wärme. Der Kreis der Menschen, die sie noch empfing, wurde immer kleiner. Selbst enge Freunde beschrieben den Besuch in dem abgedunkelten Haus als bedrückend. Im Mai 2001 heiratete ihr Sohn Peter. Hanne Lore konnte nicht teilnehmen. Die Schmerzen nahmen zu, die körperliche Schwäche, die Dosis der Schmerzmittel.
Hanne Lore sagte in dieser Zeit einen Satz, der ihre Lage zusammenfasst. Ich verbrenne von innen. Äußerlich Dunkelheit, innerlich Feuer und Helmut. Was Helmut Kohl von ihrem stillen Kampf wusste, ob er die Tiefe ihres Leidens kannte, hat er öffentlich nie gesagt. Er war das Zentrum der Spendenaffäre. Öffentliche Angriffe, juristische Auseinandersetzungen, der Verlust seiner Partei.
Das beanspruchte ihn vollständig. In den Monaten, in denen Hanne Lore ihn am meisten gebraucht hätte, war er am wenigsten da. Am 1. Juli 2001 führte Hanne Lore ein langes Telefonat mit der Journalistin Dona Kuyainski. Sie sprach von Hoffnungslosigkeit, von einer Krankheit, die nicht aufhörte, von Schmerzen, die kein Arzt lindern konnte.
Es war das letzte nachweisbare Gespräch. In den folgenden Tagen war Helmut in Berlin. Hanne Lore war allein im Bunker Ogersheim. Im Bunker Ogersheim. Als das Haus zur Festung geworden war, abgedunkelt, verriegelt, lichtdicht, hatte sie einmal zu ihrem Sohn Walter gesagt: “Jetzt habe ich keine Angst mehr vor Einbrechern.
” Vier Tage nach dem letzten Telefonat am Morgen des 5. Juli fand die Frau des Chauffeurs sie. In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2001 befestigte Hanne Lore Kohl einen Zettel an der Tür ihres Schlafzimmers. Darauf stand: “Ich schlafe und will später spazieren gehen.” Am Vortag, dem 4. Juli, hatte das Verwaltungsgericht Berlin das Urteil im Stasiaktenverfahren verkündet.
Helmut Kohl war dort gewesen. Er war tagelang abwesend. Die Wahl des Datums war kein Zufall. Am Vormittag des 5. Juli gegen 11:15 Uhr mähte der Chauffeur Eckard Seber den Rasen. Dabei bemerkte er etwas ungewöhnliches. Die Rolläden des Hauses waren geöffnet. In diesem Haus, dem Bunker, waren die Rolläden nie geöffnet.
Seber verständigte seine Frau Hilde, die als Haushälterin einen Schlüssel besaß. Hilde Seber betrat das Haus. Sie fand Hannelore Kohl tot im Schlafzimmer. Hann Lore Kohl war 68 Jahre alt. Sie hinterließ mehrere Abschiedsbrief an Helmut, an die Söhne Walter und Peter, an Freunde. In einem der Briefe stand ein Satz, der alles zusammenfasst.
Ich habe über viele Jahre um Licht und Sonne gekämpft, leider vergebens. Das Büro des Altkanzlers gab eine Erklärung heraus. Aufgrund der Hoffnungslosigkeit ihrer gesundheitlichen Lage entschloss sie sich freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Helmut Kohl kehrte aus Berlin nach Ogersheim zurück. Er zog sich in private Trauer zurück.
In den Tagen danach legten Bürger vor dem Haus in der Marbacher Straße zahlreiche Blumen nieder. Die Polizei sicherte das Gelände. In den Medien kam die Frage auf, ob Helmut Kohl seine Frau in den Tod getrieben habe. Der Historiker Theo Schwarzmüller veröffentlichte daraufhin mit Zustimmung der Familie Auszüge aus dem Abschiedsbrief als Beweis, dass die Krankheit der Grund gewesen war, nicht der Ehemann.
Am 11. Juli 2001 fand das Requirem im Kaiserdom zu Speierstad. Obwohl Hanne Lore Protestantin war, wurde auf Wunsch der Familie eine katholische Totenmesse gehalten. Monsignore Erich Ramstedter, ein langjähriger Freund der Familie hielt die Predigt und griff darin die Medien scharf an. Capt mein Erte die öffentliche Hetze der vorangegangenen Monate mitverantwortlich für ihren Tod.
Helmut Kohl betrat den Dom halbe Stunde vor Beginn des Requiems. Er verweilte mit versteinerter Miene mehrere Minuten am Sag seiner Frau, der mit roten Rosen bedeckt war. Unter den Trauergästen Bundeskanzler Gerhard Schröder, die CDU Vorsitzende Angela Merkel, Altbundespräsident Roman Herzog, EU-Kommissionspräsident Romano Prodi.
Kameras waren im Dom nicht zugelassen. Die Zeremonie wurde per Lautsprecher auf den Domplatz übertragen, wo hunderte Bürger standen. Beigesetzt wurde Hanne Lore Kohl im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Ludwigshafen Friesenheim. Was folgte, war kein Frieden. Schon 2002, nur ein Jahr nach ihrem Tod, veröffentlichte Peter Kohl ein Buch über seine Mutter.
Ein Versuch ihre Geschichte aus der Perspektive der Familie zu erzählen. 2011 folgte Walter Kohl mit Leben oder gelebt werden. Ein Bestzeller, indem er seinen Vater als macht fixiert beschrieb und eine Kindheit schilderte, die von Sprachlosigkeit geprägt war. Aber die Familie war da bereits zerbrochen. Am 8. Mai 2000 dacht hatte Helmut Kohl in der Kapelle einer Heidelberger Rehaklinik Meike Richter geheiratet.
Er war 78 Jahre alt, sie 44. Helmut Kohl hatte nach einem schweren Sturz wochenlang in der Klinik gelegen. Die Söhne Walter und Peter erfuhren von der Hochzeit, aber anwesend waren sie nicht. Der Kontaktabruch, der folgte, war vollständig. Helmut Kohl brach die Verbindung zu seinen Söhnen und Enkeln ab.
“Mein Vater hat den Kontakt zu vielen Menschen beendet”, sagte Walter Kohl später auch zu mir und meinem Bruder. Als Helmut Kohl am 16. Juni 2017 starb, eskalierte der Streit endgültig. Walter wollte seinen Vater ein letztes Mal sehen, doch ihm wurde der Zutritt zum Haus in Oggersheim verwehrt. Meike Kohlrichter war allein Erbin.
Der Streit um die Trauerfeier, das Haus in der Marbacherstraße und das Gedenken an Helmut Kohl beherrscht die Familie bis heute. Die Söhne Peter und Walter rückten 2009 ins Kuratorium ZNS auf und setzten das Erbe ihrer Mutter fort. Es war das einzige, was ihnen von Hannelore Kohl geblieben war. Ich habe über viele Jahre um Licht und Sonne gekämpft, leider vergebens.
Dreimal fiel das Wort Dunkelheit in dieser Geschichte. Das erste Mal im Haus Ogersheim. Abgedunkelte Fenster, geschlossene Rolläden, eine Frau, die das Tageslicht nicht mehr ertrug. Das zweite Mal 1945. Ein Geheimnis, das 56 Jahre im Dunkeln blieb. Und das dritte Mal in einem Abschiedsbrief.
Als Hanne Lore Kohl schrieb: “Sie habe um Licht gekämpft, vergebens.” Sie kämpfte physisch gegen eine Krankheit, die ihr jeden Sonnenstrahl nahm. und figurativ gegen ein Schweigen, das nie endete. Ihr Kampf blieb unsichtbar. Im Dunkeln. Monsignore Ramstedter sagte in seiner Predigt im Dom zu Speier: “Man habe ihr nicht die Würde gelassen, die ihr zustand.
Die Familie Kohl war da bereits zerbrochen und heute Söhne gegen Maike, Streit um das Haus, das Erbe, das Gedenken. Das Haus in der Marbacherstraße in Ogersheim steht noch mit den Rolläden, die Hannelore Kohl einst geschlossen hatte. Die Hannelore Kohlstiftung trägt ihren Namen. Sie ist das einzige, das bleibt. Wenn euch Geschichten wie diese wichtig sind, abonniert den Kanal. Oh.
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