Wahre Verbrechen I Das verschwundene Model I True ...

Wahre Verbrechen I Das verschwundene Model I True Crime Dokumentation T

Wahre Verbrechen I Das verschwundene Model I True Crime Dokumentation  

Die Leiche von Sigri C wurde am 21.08.92 in einem Maisfeld in Meerbusch entdeckt. Sie lag dann teilentleidet  auf dem Boden in Rückenlage   mit zahlreichen Stichverletzungen. Wir haben eine Schuhspur gefunden. Alles weitere, eine Tatwaffe oder ähnliches, was hätte Hinweise auf den Täter geben können, konnten wir vor Ort leider nicht ermitteln.

Irgendwann sind die Möglichkeiten der Ermittlung erschöpft. Man hat alle Zeugen vernommen, man hat alle Spuren versucht auszuwerten. Man hat Zeugenaufrufe gestartet. Wenn das letztendlich alles nicht zum Erfolg führt, dann ruht die Mordkommission zunächst, aber Mord verjert nie. Wir haben dann im März 2022 eine Rückmeldung bekommen, dass tatsächlich unter einem Fingernagelrand eine fremde DNA Spur gefunden worden ist und ja, wie es der Zufall und unser Glückes so wollte, konnte diese DNA-Spur tatsächlich einem

Mann zugeordnet werden. Am 21. August 1992 wird in der Nähe von Düsseldorf die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Der tote Körper liegt in einem Maisfeld, direkt hinter dem Rheindam bei Meerbusch. Die Tote wurde damals von einem Spaziergänger entdeckt, der mit einem Hund unterwegs war. Gido Adler leitet die Düsseldorfer Mordkommission.

 Er hat sich gemeinsam mit seinem Team intensiv mit dem Fall beschäftigt. Als wir am Tatort erschienen sind, muss man sich das vorstellen. Da ist der Reindeich und unterhalb des Reinleichs in in Richtung Rhein ein relativ großes Maisfeld. Man geht dann so ein bisschen den Abhang runter und man muss sagen, wenn der Hund die Leiche dort nicht gefunden hätte, hätte es wahrscheinlich relativ lange gedauert, weil der Täter hat sie offensichtlich gezielt, weit ins Maisfeld gezogen, sodass sie vom Rheindeich gar nicht zu sehen gewesen ist.

Die Leiche lag dann in Rückenlage. Ihr Unterkörper war teilentleidet und man konnte direkt sehen, sie wies zahlreiche Messerstiche auf. Sie wies eine große Verletzung im Halsbereich auf und wir haben uns äh letztendlich dazu entschlossen, den Bereich um den Tatort weiträumig freischneiden zu lassen, damit wir überhaupt eine vernünftige Spurensuche haben machen können.

Nachdem wir uns den Tat soweit freigeschnitten hatten, haben wir natürlich versucht Hinweise drauf zu finden, was passiert, wer ist der Täter? Wir waren leider nicht erfolgreich. Wir haben eine Schuhspur gefunden. Alles weitere, eine Tatwaffe oder ähnliches, was hätte Hinweise auf den Täter geben können, konnten wir vor Ort leider nicht ermitteln.

 Jetzt macht man sich natürlich Gedanken darüber, was ist passiert. Letztendlich gehen wir von einem plötzlichen und schnellen Angriff aus. Die das Opfer sollte schnell Handlung bewegungsunfähig gemacht werden und das Verletzungsbild hat das letztendlich auch hergegeben. Die zahlreichen Stichverletzung sprachen dafür, dass das Opfer relativ schnell handlungsunfähig gewesen ist.

Doch eines gibt der Polizei zunächst Rätsel auf. Die Stelle, an der die Frau von ihrem Mörder überwältigt worden war, ist vom Damm aus sehr gut einzusehen. Hat der Täter bewusst in Kauf genommen, entdeckt zu werden? Wir waren aber relativ schnell der Überzeugung, dass der Täter sich dort ausgekannt haben muss und als dass er genau diese Umstände der Tatörtlichkeit ausgenutzt hat, nämlich die Tatsache, dass er auch sehen konnte, wenn sich ein Opfer nähert und ob in diesem oder zu diesem Zeitpunkt dann auch Zeugen in der

Nähe sind. Und letztendlich, wenn die Situation da ist, ein Opfer nähert sich, er sieht kein Zeugen, kann er zuschlagen, das Opfer in das Maisfeld ziehen und die Tat ist innerhalb von 30 Sekunden beendet. Zunächst war die Leiche unbekannt, aber wir haben dann Ermittlung zu den Kollegen in Meerbusch aufgenommen und dort ist eine vermisten Anzeige erstattet worden.

 Es hatte ein Mann in der in Düsseldorf wohnhaft ist seine Schwester als vermisst gemeldet. Seine Schwester hatte ihn am 17.08. besucht und war am 20.08. zu einem Zahnarztbesuch aufgebrochen und von diesem nicht nach Hause zurückgekehrt. Mit Hilfe der vermissten Anzeige ist die Identität schnell geklärt. Bei der Toten handelt es sich um die damals 50-jährige Reiseleiterin Sigri C.

 Eine gut situierte Frau, die zeitweise in der Schweiz und bei ihrem Lebensgefährten in Baden-Würtemberberg lebte. In Düsseldorf ist sie zu Besuch bei ihrem Bruder. Sie will Freunde treffen und außerdem eine Zahnoperation durchführen lassen. Am Tag ihres Todes hatte sie deshalb gegen 16:45 Uhr einen Termin beim Zahnarzt.

Gegen 17:30 Uhr verließ sie die Praxis, wollte vermutlich bei einem Spaziergang am Rhein über die anstehende Operation nachdenken. Wir haben Zeugen ermitteln können, die beobachtet haben, wie Sigret gegen 18 Uhr an diesem Tag an einem Parkplatz eines Restaurants in Düsseldorf Lurric erschienen ist. Sie hat dort ihre Schuhe und ihre Jacke gewechselt.

 Das Wetter war so ein bisschen durchwachsen zu dieser Zeit und ist dann Strom abwärts gelaufen, offensichtlich um diese Probleme, vielleicht für Sie Probleme, die sich bei dem Gespräch mit dem Zahnarzt ergeben haben, zu kompensieren. Hinweise darauf, dass dieser Spaziergang andere Gründe hätte haben können, haben wir nicht gehabt.

 Sig läuft also Fluss abwärts Richtung Meerbusch Ilverich. Wir haben immer wieder Zeugen, es war zu diesem Zeitpunkt noch hell, die bestätigen können, dass sie zu diesem Zeitpunkt dort unterwegs gewesen ist. Etwa nach 5 km hat sie dann umgedreht, um dann nach 2inhalb Kilometern, also letztendlich in der Mitte der Strecke, die sie gelaufen ist, offensichtlich auf ihren Mörder zu stoßen.

Wir haben natürlich angefangen klassisch zu ermitteln. Das heißt, wir haben uns zunächst mit dem mit dem leeren Umfeld des Opfers beschäftigt. Wir haben den Bruder vernommen, wir haben den Lebensgefährten vernommen, wir haben die Freunde vernommen, wir haben die Zeugen vernommen, Zeugen, die sie haben zu dem Parkplatz kommen sehen, Zeugen, die sie auf ihrem Spaziergang gesehen haben, aber da gab’s keine Hinweise auf auf einen Täter.

Wir haben einen einen Fahnungsaufruf natürlich gemacht, um weitere Zeugen zu ermitteln, vielleicht im Vorfeld oder dass jemand was gesehen hat, aber letztendlich war relativ schnell klar, dass wir so nicht weiterkommen und da wir damals keine anderen Möglichkeiten hatten, so wie sie heute gibt, spricht DNA Untersuchung oder Auswertung von Telekommunikationsdaten, mussten wir dann irgendwann die Mordkommission einstellen Und zu dem Zeitpunkt leider ohne Erfolg.

Nach einigen Monaten macht sich Ernüchtung bei den Ermittlern bereit. Secret C ist ein Zufallsopfer und auf den Täter gibt es keinerlei Hinweise. 29 Jahre später wagen die Beamten einen neuen Versuch. Im Jahr 2021 geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen außergewöhnlichen Schritt. Rund 30 Pensionäre sollen sich Altfälle im Land noch einmal ansehen und nach neuen Ermittlungsansätzen suchen.

Man hat dann irgendwann festgestellt, dass die Aufarbeitung der Cold Case Fälle im Rahmen des normalen Arbeitsalltages kaum möglich ist. Und so hat sich das Land Nordrhein-Westfalen 2021 dazu entschlossen, insgesamt 28 pensionierte Kriminalbeamte einzustellen. Diese Mitarbeiter waren in ihrer beruflichen Zeit alle im Bereich von Nordkommissionen, Raubdelikten oder ähnlichen Kriminalitätsfeldern unterwegs und die haben dann angefangen diese Fälle zu bearbeiten, sich damit zu beschäftigen, neu aufzurollen.

Auch der Fall von Segret C wurde dann durch die ColdAS Unit in Angriff genommen und die entsprechenden Maßnahmen wurden getroffen und letztendlich hat man dann festgestellt, dass es erfolgversprechende Ansätze gibt. Im Rahmen der gesamten Auswertung hat er Reservate gefunden und hat festgestellt, dass es tatsächlich Aerwate gibt, auf den möglicherweise noch DNA zu finden sein könnte.

 Das waren unter anderem Bekleidungsgegenstände, das waren Fingernägelränder, das waren aber auch die Leichenfolien, die seinerzeit am Tatort bei der Verstorbenen gesichert worden sind in der Hoffnung, dass man da im Rahmen der Untersuchung eine auswertbare DNA Spur findet und im Bestfall, wenn man eine solche findet, noch einen Pondor dazu in der entsprechenden Datenbank.

Besonders große Hoffnung legen die Ermittler in die abgeschnittenen Fingernägel der Toten, denn sie wissen, dass hier häufig Spuren des Täters zu finden sind. Aufgrund der gesamten Situation mussten wir davon ausgehen, dass das Opfer überfallartig angegriffen worden ist. Ist ja massiv mit mit Messerstichen verletzt gewesen, der die tiefe Halsverletzung, sodass wir davon ausgegangen sind, dass das Opfer sich aber auch gewährt hat.

 Sie ist, die Sie C wird ja als wehrhaft beschrieben. Kein keine, die sich alles gefallen lässt. Und wenn ein Mann auf sie zukommt und ihr offensichtlich Böses im Schilde führt, dann mussten wir davon ausgehen, dass sie sich wehrt. Und wie wehrt man sich? Man greift einem ins Gesicht, man greift ein an die Arme und man versucht ih von sich fernzuhalten und dadurch wird dann die DNA wird dann übertragen in Form z.B.

 von Hautschuppen wird übertragen unter die Fingernägelränder des Opfers. Und so kann man letztendlich anhand der Untersuchung diesen Zusammenhang herstellen, dass zum Tatzeitpunkt oder zumindesten sehr tatzeitnah ein Kontakt zwischen Opfer und Täter stattgefunden haben muss. Und tatsächlich, nur wenige Wochen später klingelt bei Adler das Telefon.

Den Spezialisten ist es mit modernen Methoden gelungen, unter den Fingernägeln der Toten eine männliche DNA zu extrahieren. Und es wird noch besser. Ein Abgleich in der Datenbank des Bundeskriminalamts ergibt einen Treffer. Fast 30 Jahre nach dem Mord steht fest, die DNA unter den Nägeln der Toten gehört zu Manfred C, einem verurteilten Sexualstraftäter.

Wir haben natürlich erstmal geschaut um den Handelsicht bei dem bei dem Manfrit C und haben dann tatsächlich mit erstaun festgestellt, dass der seit 1995 zunächst in Untersuchungshaft und später in Strafhaft gesessen hat, weil er 1995 im Süddeutschen ein damals zölfjähriges Mädchen die Mataha aufgelaut hat an ihrer Schule.

 Die ist wie üblich morgens zur Schule gegangen, hat dann aber aus einem Grund, der nicht mehr nachvollziehbar gewesen ist, die Schule noch mal verlassen, wollte möglicherweise nach Hause gehen, weil sie etwas vergessen hat und Manfrit C ist ja dann gefolgt. Sie muss ja durch so ein ein kleines Waldstück gehen, hat sie dann dort überfallen und letztendlich auch mit Messerstichen ermordet.

 Und die Situation, der sogenannte Modusoperandi, der war nahezu identisch mit dem, was wir bei Sigrid C auch gefunden haben. Die Ermittler fahren zu Manfred C ins Gefängnis, wollen mit ihm reden, doch der gelernte Kfz Mechaniker schweigt. Trotzdem die gefundene DNA unter den Fingernägeln reicht den Ermittlern für eine Anklage.

Letztendlich stellt sich natürlich die Frage, wie kommt eine eine DNA dahin? Kann sie möglicherweise durch einen anderen Umstand an einen Ort gekommen sein? Äh, wir sind klar der Meinung, die DNA unter dem Fingernagel von Sigr C, die letztendlich Manfred C zugeordnet worden ist, muss tatrelevant sein, muss im Zusammenhang mit der Tatgeschehen sein.

 Manfred hat zu diesem Zeitpunkt noch hier in im Bereich von Düsseldorf gewohnt. Äh, aber die beiden sind von ihrem Typus so völlig unterschiedlich. Sigri C wird als Weltoffen, kommunikativ, gut situiert, attraktiv beschrieben. Die Vita von Manfred C ja deutlich deutlich schlechter ausgefallen. Also ein möglicher Schnittpunkt in ihrem Leben war für uns sich nicht ersichtlich und konnte auch durch Zeugen zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form benannt werden, sodass ein Zusammentreffen vor der eigentlichen Tat ausgeschlossen werden konnte.

Die Mordkommission ist sicher, dass Manfred C auch der Mörder von Secret ist. Weil der Kfz Mechaniker aber schweigt, können die Ermittler nur vermuten, was ihn zu dieser Tat getrieben hat. Die Reiseleiterin wurde an einem lauen Sommerabend in ein Maisfeld gezerrt in der Nähe eines Fuß und Radwegs in aller Öffentlichkeit.

Herman Fritz wird als als narzisstisch beschrieben, als wenig einsichtig, als Eigenbrötler. Ähm wir gehen davon aus, dass er möglicherweise kurz versucht hat, in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen zu Sig C. Und sobald dieser Kontakt von ihr negativ beschieden worden war, hat er mutmaßig direkt das Messer genommen, wahrscheinlich mehrfach schon auf sie eingestochen, sie dann schnell aus dem Sichtbereich von möglichen Zeugen entfernt und die Tat möglicherweise dann erst vollendet.

 Also ein Mensch, der schon seine Ziele durchsetzt, äh der brutal da darin vorgeht und letztendlich auf keinen kein Rücksicht nimmt. Eine winzige DNA Spur unter dem Fingernagel des Opfers bringt die Ermittler fast 30 Jahre nach dem Mord auf die Spur des Täters. Das eigentlich ja fast unglaublich unfassbar für ein Ermittler einen Mordfall aus 1992 wird dann 2023 geklärt.

 Zeigt also es ist gut, dass Mord nie verjrt und es zeigt, man muss an den Fällen einfach auch dran bleiben. Vielleicht gibt’s in 10 Jahren irgendwelche Untersuchungsmöglichkeiten, die wir jetzt noch nicht kennen. Und so ist es ja auch hier gewesen. 92 war DNA Untersuchung kein Thema und jetzt konnte eben mit Hilfe dieser Untersuchung dieser Mord geklärt werden.

 Nach so vielen Jahren auch ein toller Erfolg für uns als Ermittler, ein toller Erfolg für alle Beteiligten, aber sicherlich auch ein ein befriedigendes Gefühl für leider lebt nur noch der ehemalige Lebensgefährte von Sigr C, aber auch der ich habe mit ihm persönlich telefoniert, war sehr erfreut und angetan von diesem Erfolg.

Manfred C. Landgericht Düsseldorf wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Richter stellen außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine Entlassung nach 15 Jahren Haft wird somit unwahrscheinlich. Der Leichnah von der Frau lag einige Meter von dem Feldweg entfernt. Man hat relativ bald festgestellt, dass der Leichnam eine Vielzahl von Stichverletzungen am Rücken aufweist.

Wir gehen davon aus, dass es schon kontrollierte Stiche waren, um eben einfach sicherzug gehen, dass die Evelin auch tot ist. Wir wissen gesichert, dass die Evelin kein Asthma hatte. Es könnte deshalb sein, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Asthmaspray und unserem unbekannten Täter. Der genetische Fingerabdruck war zum damaligen Zeitpunkt eine komplett neue Methode.

 Man hat auch damals in der Presse gesprochen von einer Revolution in der Kriminalgeschichte. 24. Januar 1986. Am Nachmittag entdeckt ein Spaziergänger am Ortsrand von Fizz Höchheim bei Würzburg neben einem Feldweg im Gras die Leiche einer jungen Frau. Seit rund vier Jahrzehnten ist der Fall ein Cold Case. Kriminalhauptkommissarin Susanne Gerich von der Gripo Würzburg rekonstruiert, was damals passiert ist.

Der Leichnah von der Toten Frau lag einige Meter von dem Feldweg entfernt. Sie lag auf dem Bauch, war komplett angezogen und auf dem Leichnah war noch ein Anhorak gelegen. Man hat relativ bald festgestellt, dass der Leichnam eine Vielzahl von Stichverletzungen am Rücken aufweist. Am Hals befinden sich außerdem Würgemale.

Ohne Zweifel wurde die Frau Opfer eines Gewalttdelikts. Weil die Identität der Toten zunächst unklar ist, wird ein Foto ihres Gesichts in der Zeitung veröffentlicht. Auch aufgrund von dem Zeitungsartikel haben sich dann Zeugen gemeldet, die die Tode als Evelyin Höbler identifizieren konnten. Evelyin Höbler war 24 Jahre alt und lebte in Fe Höchheim.

 Sie arbeitete in einer Schokoladenfabrik, war frisch in einer neuen Beziehung. Um den letzten Abend im Leben der Frau zu rekonstruieren, befragt die Polizei Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld. Wir konnten aufgrund von einer Zeugenaussage von einer engen Freundin von der Evelyin rekonstruieren, dass die Evelyin am 23.

 Januar zur Arbeit gegangen ist, wo sie auch bis zum Arbeitsende blieb und ist dann im Anschluss mit ihrer Freundin nach Würzburg ins Kino gegangen. Nach der Vorstellung gehen die beiden essen. Anschließend fährt Eveline mit dem Bus zurück nach Hause. Das ist das letzte Mal, dass sie lebend gesehen wird.

 Allerdings können die Ermittler eindeutig feststellen, Eveline ist sicher in ihrer Wohnung angekommen, denn sie hat sich hier noch einmal umgezogen. Ihre Leiche wird aber zweieinhalb Kilometer entfernt an einem Feldweg gefunden. War die 24-jährige an diesem Abend noch unterwegs oder sogar verabredet? Wir gehen davon aus, dass die Evelyin den Täter zumindest flüchtig gekannt hat.

 Wegen einer unbekannten Person hätte sie die Wohnung an dem Abend nicht mehr verlassen, weil auch bekannt gewesen ist, dass die Evelyin an dem Tag eigentlich krank war bzw. dass es ihr nicht gut gegangen ist. Die Vermutung der Kommissarin: Evelyin könnte einen Anruf erhalten und daraufhin das Haus verlassen haben. Feststellen lässt sich das so viele Jahre später aber nicht mehr.

 Könnte Evelin Höbler ihren Mörder tatsächlich gekannt haben? In der Nähe des Leichenfundorts entdeckt die Gripo Reifenspuren. Der Verdacht liegt nah, dass Täter und Opfer in einem Auto unterwegs waren. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich ebenfalls heraus, dass es vor dem Mord zu Geschlechtsverkehr gekommen ist.

 Heute geht die Polizei von folgendem Tatablauf aus. Es muss dann im Fahrzeug bereits schon zu einer zumindest verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Daraufhin wurde die Evelin vergewaltigt und im Anschluss wurde massive Gewalt gegen ihren Hals ausgeübt. Also sie wurde gewürkt bis zur Bewusstlosigkeit. Im Anschluss wurde die Evelin an die Auffindeörtlichkeit verbracht, wurde dort abgelegt und dort entweder mit einem Messer oder einem anderen spitzenegenstand erstochen.

Aufgrund dieser Tatsachen vermutet die Kripo, der Mörder von Evelyin Höbler ist männlich und ein Bekannter von ihr. Die Polizei ermittelt zunächst im persönlichen Umfeld. Besonders genau werden sämtliche männliche Freunde und Arbeitskollegen überprüft. Ein immenser Aufwand. Es war so, dass die Evelyin einen großen Bekanntenkreis hatte und auch viele Arbeitskollegen.

 Die Evelyin war eine sehr lebensfrohe Person. Sie war auch sehr offen und hatte dementsprechend auch einfach viele Kontakte. Die Anzahl der Männer, die mit dem Mord in Verbindung stehen könnten, ist groß. Auch Evelines damaliger Partner wird befragt, kann jedoch als Täter ausgeschlossen werden. Die Polizei überprüft auch die Autos der befragten Personen und gleicht sie mit den Reifenspuren vom Fundort ab.

 Die Ermittler vermuten damals, dass es sich bei dem Tatfahrzeug um einen Siebener BMW handeln könnte. Eine neue Überprüfung jedoch entkräftet diese Spur. Das Problem bei Reifenspuren ist, dass man die nicht eins zu eins zuordnen kann, weil natürlich viele Fahrzeuge dieselben Reifen benutzen, aber es war so, dass man da letztendlich zu keinem Ergebnis gekommen ist oder jetzt den Hinweis hatte ähm auf unseren unbekannten Täter.

Die Obduktion dagegen bringt neue wichtige Informationen. Anhand des Mageninhalts und dem Verdauungsfortschritt der Nahrung kann festgestellt werden, dass Evelyine ca. 3 Stunden nach dem gemeinsamen Essen mit ihrer Freundin getötet worden sein muss. Die Tatzeit liegt demnach zwischen ca. 21:15 Uhr und 22:30 Uhr.

 Die forensische Untersuchung zeigt außerdem, wie brutal der Täter vorgegangen ist. Insgesamt finden sich 32 Messerstiche, alle in Evelins Rücken. Wir gehen davon aus, dass es keine keine Stiche waren im Sinne von ähm übertöten, sondern dass es schon kontrollierte Stiche waren, um eben einfach sicherzugehen, dass die Evelyin auch tot ist.

Dass der Täter Evelyin zuvor bis zur Bewusstlosigkeit gewirkt hat, bestärkt diese Einschätzung der Polizei. Wahrscheinlich wollte er das vorangegangene Sexualdelikt verdecken. Die Tatwaffe, vermutlich ein Messer, finden die Ermittler am Tatort nicht. Auch Evelyins Schlüsselbund ist spurlos verschwunden.

 In ihrer Wohnung findet die Kripo Würzburg nur noch ihren Zweitschlüssel. Es besteht die Möglichkeit, dass der Täter den Schlüssel an sich genommen hat. Es könnte sein, dass er mit dem Schlüssel sich noch mal Zugang verschafft hat zur Wohnung von der Evelyin aus welchen Gründen auch immer. Es könnte auch einfach sein, dass er sich das als Andenken mitgenommen hat oder dass der Täter seine Spuren letztendlich verwischen will.

Stattdessen findet sich am Fundort aber ein anderer für die Ermittler spannender Gegenstand, ein Asthmaspray. Gehört es dem Täter? Also, wir wissen gesichert, dass die Evelin kein Asthma hatte. Sie hat auch so ein Spray nicht benutzt. Ähm, es könnte deshalb sein, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Asthmaspray und unserem unbekannten Täter.

 Wir können aber auch nicht ausschließen, dass es von einem Spaziergänger dort ähm verloren wurde. Während diese Spur ins Leere läuft, wirkt eine andere dagegen vielversprechender. Am Tatort kann eine fremde DNA gesichert werden. Die Polizei ist überzeugt, sie muss dem Mörder von Evelyin Höbler gehören.

 1986 ist eine DNA-Analyse noch nicht möglich. Ein Jahr später aber sorgt ein englisches Institut für einen echten Durchbruch. Erstmals in Deutschland wird für die gefundene Spur ein sogenannter genetischer Fingerabdruck angefertigt, der Vorläufer des heutigen DNA Profils. Das war zum damaligen Zeitpunkt eine komplett neue Methode, der genetische Fingerabdruck.

 Man hat auch damals in der Presse gesprochen von einer Revolution in der Kriminalgeschichte und für die Kollegen zum damaligen Zeitpunkt war das natürlich eine große Chance, diese Methode ähm auszuprobieren. Der genetische Fingerabdruck ermöglicht erstmals einfache DNA Abgleiche. Blutboben möglicher Verdächtiger werden in den folgenden Jahren mit der Täterspur verglichen ohne Erfolg.

2001 ist die Technik schließlich soweit ausgereift, dass ein vollständiges DNA-Pil des Mörders erstellt werden kann. Deutlich detaillierter als das alte und der Abgleich erfolgt nun per Speichelprobe. Im Rahmen der Ermittlungen wurde eine Vielzahl von Personen abgeprüft. hat natürlich mit den Personen begonnen, die der Evelyin sehr nahe standen, aber es gab in diesem Fall keinen Beschuldigten und auch keinen dringen Tatverdächtigen.

2017 entscheidet die Würzburger Polizei die Akten wiederzuschließen. Der Mord bleibt ein Coldase. Im November 2022 rollt dann Kriminalhauptkommissarin Susanne Gericht den Fall neu auf. Sie will noch einmal alle männlichen Freunde und Bekannte von Evelyin überprüfen. Was auffällig war bei dem Fall Evelyin Höbler war natürlich der Umstand, dass wir diese Täter DNA hatten und wir haben festgestellt, dass zwar schon eine Vielzahl von Personen überprüft wurde, aber es immer noch Personen gibt, die eben noch nicht ausgeschlossen werden

konnten. Ja, das haben wir gemacht. Um den Mord an Evelyin Höbler doch noch aufzuklären, geht Susanne Gerichtig 2023 zu Aktenzeichen XY ungelöst. In diesem Zusammenhang werden wir dankbar, wenn wir noch Personen aus dem Umfeld von Evelyin genannt bekommen würden, z.B. ehemalige Kollegen aus der Schokoladenfabrik, aber auch Personen, die eines Verhältnis mit Evelyin hatten.

Über 90 Hinweise erreichen die Ermittler nach der Ausstrahlung. zum Tatabend, zu Eveline und auch zu möglichen Tatverdächtigen. Noch immer arbeitet die Gripo all diese Hinweise ab. Seit 1986 wurden bereits über 100 Männer aus Evelins Bekanntenkreis überprüft. Einige weitere stehen noch aus. Auch wenn die Tat mittlerweile 39 Jahre her ist, geben wir die Hoffnung nach wie vor nicht auf.

 Die Evelyin wurde damals mit ihren 24 Jahren mitten aus dem Leben gerissen. Wir gehen nach wie vor einem Tötungsdelselikt aus. Unser Ziel ist, dass wir den Mörder von der Evelyin zur Rechenschaft zielen. Die größte Hoffnung setzen die Würzburger Ermittler in das DNA Profil des Täters. Vielleicht gibt es bald doch noch einen Treffer, der zum Mörder führt.

 Susanne Gerich gibt nicht auf, den Coldcase Evelin Höbler, auch Jahrzehnte nach der Tat noch aufzuklären. Ein sehr vehementer Angriff auf das Leben dieser jungen Frau, wobei ihre Wehr und Arklosigkeit dahingehen ausgenutzt wurde, dass sie nichtmals mehr in der Lage war, um Hilfe zu rufen. Die Obduktion ergab, dass neben echte Versümmelungshandlungen an der getöteten vorgenommen worden sind und zwar im Genitalbereich.

sind also alle, ich sage mal Register gezogen worden ermittlungstechnisch, die man damals ziehen konnte. Wir als Kriminaltechniker gehen an diese Altfälle so heran, dass wir uns die Aktenlage sehr genau ansehen, studieren und uns ein Bild vom Tatgeschehen machen. Wo könnte er ein Spurenbild hinterlassen haben, was es heute gilt, auswerten zu können? Ein geparktes Auto in der Innenstadt von Hagen.

 Unter dem VW liegt eine völlig entstellte Leiche. Alles ist die Notrufzentrale schickt sofort eine Streife an den Ort des Geschehens. Was die Beamten dort vorfinden ist Osten geworden. Und noch etwas geradezu Bizarres erzählt Dieter F. dem Ermittler. Der Täter hatte Mützenstrecken. Zum Mord an der 18-jährigen Brunhilde gibt die TF dann Tat Foko hatte eigentlich so etwas wie zwei Gesichter.

Das Opfer sei durch die Brefoko schwer verletzt worden, mutmaßlich mit einer Getriebewelle. In der Folge wollte Tibo Foko offensichtlich dieses Opfer loswerden. Tibor Fokro ist ein sehr manipulativer Charakter. Die Flucht war ja abenteuerlich, die schafft man nicht alleine. Das macht den Fall so außergewöhnlich in Österreich.

Wenn eine Strafverfolgungsbehörde Tibor Foku identifiziert, wir festgenommen werden. Man will den Foku haben. Austrus Must wet. Okay, ein Mord auf den etwas wie zwei Gesichter. Auf der einen Seite war er verheiratet mit einer Volksschullehrerin, versuchte dort seine bürgerliche Fassade zu zeigen.

 Auf der anderen Seite war er natürlich auch brutal. [schnauben] Er hatte den Drang, Frauen zu unterwerfen. Sein Febel allerdings war natürlich der Motorradrennsport. Da braucht ja Geld dafür. Man kann auch sagen, dass das der Grund war, warum er von einem bürgerlichen Leben 1985 eingestiegen ist in die Zuhälterei. Mitte der 1980er Jahre hat Tibor Foco ein Bordell in der Göestraße in Linz, den Banny Club.

 Zu dem Gebäude gehört auch eine Motorradwerkstatt. Etwas mehr als 200 m entfernt wird am Morgen des 13. März 1986 auf den Gleisen der Westbahn eine tote Frau gefunden, wo er in Bauchlage und ihre Jeinhose und ihre Strumpfhose wurden hinuntergezogen. Offenbar sollte ein Sexualverbrechen vorgetäuscht werden. Man hat eine Blutspur gefunden und die Ermittler haben diese Blutspur zurückverfolgt bis in die Nähe des Lokals, das damals von Tibo Foko betrieben wurde.

Am nächsten Tag wird Tibor Foko festgenommen. Hat er Elfriede Ha umgebracht, weil sie nicht in seinem Bordell arbeiten wollte. Zunächst geben mehrere Frauen dem Zuhälter ein Alibi. Sie hätten in der Tatnacht regelmäßigen Kontakt mit ihm gehabt. Zunächst haben sich dann die Beteiligten, also insbesondere der Tibor Foko, aber auch seine damalige Frau und die für ihn tätigen Prostituierten an das zuvor abgesprochene Alibi gehalten haben, diese Geschichte, wie sie sich die zurechtgelegt haben, präsentiert und

diese Fassade hat aber dann relativ rasch zu brückeln begonnen. Bei einer weiteren Vernehmung bei der Linzer Polizei korrigiert zuerst die Frau des Beschuldigten ihre Aussage. Sie habe erst gegen 3 Uhr morgens mit ihm gesprochen, rund 2we Stunden nach dem Verbrechen. Walter Eichinger, Vizepräsident des Landesgerichts Linz, berichtet genau aus dieser Vernehmung.

Tibor Foko hätte ihr gesagt, es sei heute Abend der Deal gelaufen. Tib Foko wollte ja das spätere Opfer als Prostituierte in seinem Club gewinnen. Es hätte dort einen Streit gegeben. Es hätte eine tätliche Auseinandersetzung gegeben. Äh und letztendlich sei dann äh das Opfer äh erschossen worden, wobei über Nachfrage der Frau des Tib Foco, Tiber Foko nichts darauf gesagt hätte, wer das war.

Erschwerend kommt jetzt noch die Aussage der Prostituierten Regina U hinzu. Gleichzeitig ist sie die Geliebte von Foco. Auch sie hatte ihm zunächst ein Alibi gegeben. Jetzt berichtet sie, dass sie in der Tatnacht gegen 0:45 Uhr von einem Schrei aus der Werkstatt neben dem Bunny Club aufgeschreckt ist.

Das Opfer sei durch Tib Foko schwer verletzt worden, mutmaßlich mit einer Getriebewelle und Tibor Foko hätte dann zu Regina U geäußert. Jetzt muss das Opfer weggeschafft werden und sie soll ihm dabei behilflich sein. Äh, das hätten die beiden dann gemacht. das sei den Opfer ein Mantel äh übergestulpt worden, um es so aussehen zu lassen beim Transport, dass eine betrunkene transportiert wäre.

 Man sei dann zu den Bahngleisen der Westbahn gegangen, dort hätte man äh das äh Opfer [schnauben] abgelegt und Tibo Foco hätte letztendlich dann ein tödlichen Schuss abgegeben. Kurz darauf ändert Regina U ihre Aussage erneut. Der erste Teil der Tat sei wie beschrieben abgelaufen, doch die Ereignisse rund um die Schüsse an der Westbahn hätten sich anders abgespielt.

Dort hätte aber dann nicht Tibor Foko äh das Opfer erschossen, sondern hätte sie unter Waffenrohung gezwungen, sich niederzuknienen, den Revolver in die Hand zu nehmen. Er hätte dann den Finger der Regina U genommen an den Hahn der des Revolfers, gelegt seinen Finger drüber und hätte dann abgedrückt. Etwas später nennt Regina U außerdem noch einen weiteren Mann als Mittäter.

Den Lederwahenhändler Peter L. Unabhängig von den wechselnden Aussagen der Prostituierten bleibt Tibor Foko für die Polizei der Haupttäter. Die Beamten gehen davon aus, dass er Elfriede H. zunächst bewusstlos geschlagen hat aus Wut darüber, dass sie nicht für ihn arbeiten wollte. In der Folge wollte Tibo Foko offensichtlich dieses Opfer loswerden.

Ein daran anknüpfendes Strafverfahren hätte schwerwiegende Folgen für ihn gehabt. Einerseits natürlich die strafrechtliche Komponente, aber andererseits auch die Auswirkung auf seinen Geschäftsbetrieb. Die genauen Geschehnisse soll ein Prozess klären. Er beginnt im Februar 1987 vor dem Linzer Landesgericht. Es wurden in dieser sehr ausführlichen Hauptverhandlung auch insgesamt 73 Zeugen vernommen, angefangen von Geschäftspartnern, Freunden der Angeklagten, weitere Prostituierte Kellner, Kellnerinnen, Taxifahrer und Bedienstete des

österreichischen Wachdienst. Die Geschworen nehmen auch an einer Rekonstruktion der Tat an den Gleisen der Westbahn teil. Mit dabei auch die Angeklagten Tibor Foco und Regina U. Am 31. März 1987 fällt das Urteil. Tibor Foco, der während des Prozesses immer wieder seine Unschuld beteuert hatte, wird von den Geschworenen wegen Mordes mit 7: ein Stimmen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Peter L. wegen Mordes zu einer 18-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt und Regina U wurde vom Vorwurf des Mordes aus dem Grund des entschuldigenden Notstandes freigesprochen. Das bedeutet nicht, dass ihr kein Tatgeschehen angelastet wurde, sondern dass das, was sie gemacht hat, zwar eine strafbare Handlung ist, sie aber dafür nicht verurteilt werden konnte, weil ihrer Gesetzgeber einen Interessenskonflikt zuillt.

Heruntergebrochen auf die aktuelle Situation in diesem Verfahren bedeutet es, sie hat mitgemacht, um das eigene Leben zu retten. Hätte sie sich geweigert oder gewährt, wäre womöglich sie die nächste Tote gewesen. Der einst gefeierte Motorradstar Tibor Foko soll seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Stein in Krems an der Donau absitzen.

Es hat aber nicht lange angedauert, da haben schon die Geschworenen äh gesagt, irgendwas stimmt da nicht und haben auch den damaligen Richter sehr stark kritisiert. Ähm, sie fühlten sich zu wenig informiert und damit ist eigentlich die ganze Sache schon sehr stark in die Kritik gekommen, natürlich auch mit dem Medien.

Der Vorwurf lautet, dass Fakten, die Tibor Foko beim Prozess entlastet hätten, ignoriert worden sein. Das an der Leiche von Elfriede H. gefundene Blut und Spermer soll gar nicht für einen Nordverteilt, den ich nicht begangen habe. Man verhängte ohne Geständnis und eigentlich trotz Spuren, die ganz genau beweisen, dass ich gar nicht der Täter sein kann, eine lebenslange Haftstrafe über mich.

Foko hält sich im Gefängnis. Peter L war deshalb bewilligt worden, weil in Ansehung dessen Person die einzige Belastungszeugin Regina U war, während hinsichtlich Tibor Foco es nicht nur die Aussage der Regina U gab, sondern auch weitere Beweismittel, insbesondere die Aussage der damaligen Eheegatin des Tibor Foco, aber auch Spuren die Täterschaft von Tibfoko nicht ausschließen.

Peter L wird jetzt freigesprochen. 2004 erhält er eine Haftentschädigung in Höhe von 236 000 €. Auch die Borfoco macht weiter Schlagzeilen. Am 27. April 1995 befindet er sich in Begleitung von zwei Justizbeamten an der juristischen Fakultät der Uni Linz. Er darf hier Jura Vorlesungen besuchen. Dabei gelingt es ihm, seinen Bewachern zu entkommen.

 Die Flucht ist vorbereitet. Helferinnen haben ihn in der Toilette den Schlüssel für ein Motorrad hinterlegt. Mit diesem Motorrad verschwindet Foko aus Linz und bleibt verschwunden. Im Frühjahr 1997 hebt ein Gericht in Fokusabwesenheit das Urteil der Lebenslangen Haft auf. Der internationale Haftbefehl wird zurückgezogen.

 FCKO bei einer Rückkehr, sicheres Geleit zugesagt. Sicheres Geleit bedeutet, dass eine Person nicht in Haft genommen werden kann, der eben das sichere Geleit gewährt wurde bis zum Urteil erster Instanz. Äh Tibor Foko hat das sichere Geleit durch das Bundesministerium für Justiz bekommen unter der Voraussetzung, dass er eine Sicherheitsleistung leistet und sich bis 1.10. 1997 stellt.

 Beides hat Tibur Foku nicht getan. Im April 2000 wird von der Staatsanwaltschaft Linz allerdings eine neue Mordanklage gegen Tibor Foko erhoben. Mittlerweile hat sich aber die Technik verfeinert und es gibt weitere Auswertungen von Spuren, die ursprünglich nicht so genau untersucht werden konnten, wie es dann in der Zwischenzeit erfolgt ist.

 Konkret geht es um Schmauchspuren einer Schusswaffe auf Fokusjacke, Nagellackspuren des Opfers am Verdächtigen und um ein Haar von Fokush Hund, das auf der Kleidung des Opfers sichergestellt werden konnte. Und dieses ganze Bild hat mittlerweile den Tatverdacht laut der neuen Anklage durchaus verfestigt und lässt nur den Schluss zu, dass es hier unmittelbar vor dem Tod des Opfers einen sehr intensiven körperlichen Kontakt zwischen diesen Personen gegeben haben muss.

Die Staatsanwaltschaft geht immer noch fest davon aus, dass Regina U von Tibor Foko zu dem tödlichen Schuss gezwungen wurde. Ohne Fokus Anwesenheit vor Gericht kann es allerdings trotz der Mordanklage keinen neuen Prozess geben. Er ist bis heute verschwunden. Über all die Jahre muss Foko Hilfe gehabt haben.

 Vielleicht von einer Frau, die sich Trudy Truth nennt und die ein Buch über eine angebliche Beziehung zu FCO veröffentlicht hat. Ja, seine Wirkung auf Frauen war er war er war ein sehr manipulativer Charakter und es ist richtig, er hat schlicht und einfach Frauen für seine Zwecke in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder in einem anderen deutschsprachigen Land.

 Äh, dann gehe ich davon aus, dass er noch Helferinnen hat und zwar deshalb, weil er ja Morbus Böck hat. Das ist eine schwere Lungenkrankheit und die kann mir vorstellen, dass Tibo Foko einmal in der Woche selbst in die Apotheke geht und und sich Medikamente holt. Schon allein aus diesem Grund, denke ich, muss er noch Leute haben, die ihm helfen.

 Ob das in Australien ist, in Südafrika sonst wo, das kann natürlich nicht sein. Der Fall Tibor Foko gehört auch Jahrzehnte nach seiner Flucht zu den bekanntesten österreichischen Kriminalfällen. und die Behörden lassen nicht locker. Da geht’s um das Renaume. Äh außerdem hat die die Justiz bzw. die Justizwache typ. Äh da gibt’s natürlich auch versteckte Eitelkeiten.

 Man will den Fok haben. Unter anderem nutzen die österreichischen Behörden auch humorvolle und wohl nicht ganz ernst gemeinte Methoden für die Fandung. 2018 etwa eine digitale Weihnachtskarte, mit der der Flüchtige zurückkehr animiert werden soll. Tibor Foco, vom gefeierten Motorsporthelden zum meist gesuchten Österreicher wegen eines Mordes, der viele Jahrzehnte zurückliegt.

Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Es war ein Sommerabend im Jahr 1965. Der 16-jährige Robert Bordella saß in einem Kino in seiner Heimatstadt Kai Hoga Fords, Ohio.

 Er lehnte sich ein Stück nach vorn, als der Horrorfilm The Collector langsam Faht aufnahm. Er war völlig gefesselt. Der Film handelt von einem Mann, der eine [räuspern] junge Frau entführt und sie in seinem Keller einsperrt. Er will, dass sein Opfer sich in ihn verliebt. Aber was er auch tut, es gelingt ihm nicht, sie zu kontrollieren.

Nach einem gescheiterten Fluchtversuch stirbt die Frau schließlich. Anstatt jedoch eine Lehre aus seinem Scheitern zu ziehen, sucht sich ihr Entführer einfach ein neues Opfer und alles beginnt von vorn. Robert Bella war fasziniert von der Geschichte. Er wollte so sein wie der Mann im Film, so konsequent und skrubellos.

Er folgte einfach seinem Verlangen und die Vorstellung von einer Gefangenen, die sich bedingungslos seinem Willen fügen musste, übte einen enormen Reiz auf den 16-jährigen aus. Birdella wusste es zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht, aber es war dieser Film, der alles veränderte. Hi, ich bin Diane Helscher.

Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller, mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten. Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify original von Podcast. Heute geht es um Robert Bella alias The Collector und The Kansas City Butcher.

 In dieser Folge werden wir uns mit Bdellas Transformation vom braven Schuljungen zu einem Jugendlichen befassen, der besessen von der Idee war, totale Kontrolle über andere Menschen zu haben. In Folge 2 steigen wir dann tiefer in Verdellas schreckliche Mordserie ein, die sich über vier Jahre hinzog, bevor er endlich gefasst wurde.

Robert Bella J wurde 1949 in Kaihoga Falls Ohio geboren, einer Kleinstadt zwischen Cleveland und Akron. Seine Eltern Alice und Robert Senior waren überzeugte Katholiken, die ihren Sohn früh in den Glauben einführten. [räuspern] Das Leben bei den Badellas bestand aus drei Dingen. Strickte Einhaltung der Regeln, hohe Erwartungen und der regelmäßige Besuch der Messe.

 Wenn Robert, dem einmal nicht nachkam, erinnerte ihn sein Vater an die Gesetze des Hauses mit einem Ledergürtel. Robert war also immer brav. Er lernte aber schnell zu Hause für sich zu bleiben. Das Leben war leichter, wenn man dem Vater aus dem Weg ging. Die Schule war leider auch kein sicherer Hafen.

 Robert war ein Einzelgänger und die dicke Hornbrille, die er seit seinem fünften Lebensjahr tragen musste, sowie sein Lispeln, machten ihn zum leichten Ziel für Bullies. Diese Kombination sorgte dafür, dass Robert weder Freundinnen noch Freunde fand. Er blieb der Außenseiter und das ewig ausgelachte Kind, das kaum Chancen hatte, seinen eigenen Weg zu finden, geschweige an irgendwelchen sozialen Aktivitäten teilzunehmen.

 Stattdessen [räuspern] kapselte er sich ab und wurde immer einsamer. Das Bullying und die daraus resultierende Unsicherheit, Angst und Isolation sorgten dafür, dass Robert in der Schule nicht lernte mit gleichaltrigen auf normalem Wege zu interagieren. Und auch seine Eltern taten nichts, um dieses Defizit auszugleichen.

 Schließlich war Roberts Vater selbst eine Art Bullli. Und Roberts Leben wurde noch schlimmer, als sein kleiner Bruder auf die Welt kam. Daniel Bella wurde geboren, als Robert 7 war. Trotz des Altersunterschieds hoffte Robert mit seinem kleinen Bruder endlich auch einen besten Freund und Spielkameraden zu haben.

 Doch das war ganz und gar nicht der Fall. Der Vater erzogbitterten Konkurrenten. Er wiggelte sie ständig gegeneinander auf und meistens gewann Daniel die Oberhand. Robert war immer der ruhigere von den beiden. Er interessierte sich mehr für Kunst als für Sport und war intelligenter als viele seiner Mitschülerinnen und Mitschüler, was ihn aber auch nicht gerade beliebter machte.

Je mehr sich Daniel zum Liebling des Vaters entwickelte, desto wütender und missgünstiger wurde Robert. Er äußerte diese Gefühle aber nie, weil er ganz genau wusste, dass sein Vater ihn schlagen würde, wenn er wieder Worte gab oder aufmüpfig war. Im Laufe des Jahres wurde es für Robert jedoch immer schwieriger, den Ansprüchen des Vaters zu genügen, was aber weniger mit seinem Verhalten als mit seiner Identität zu tun hatte.

Als Teenager merkte Robert, dass er schwul war. Er hatte keine Ahnung, wie er damit umgehen sollte, vor allem, weil er wusste, dass seine erzkatholischen Eltern es niemals akzeptieren würden. Also versuchte er seine Sexualität zu unterdrücken. Indem er das tat, stauten sich jedoch eine Fülle negativer Emotionen in ihm auf.

 Er war wütend, weil er verbergen musste, wer er war. Er schämte sich, weil er nicht der Sohn war, den seine Eltern wollten, und er hatte Angst, dass ihn jemand durchschauen und verraten würde. Robert fühlte sich verwundbar und ausgeliefert. Er schien überhaupt keine Kontrolle über sein Leben zu haben und er hasste dieses Gefühl.

 Und dann passierte etwas, dass Robert komplett den Boden unter den Füßen wegriss. 1965 starb sein Vater in einem Herzinfarkt. Er war erst 39. Robert war am Boden zerstört. Trotz ihres schwierigen Verhältnisses hatte er seinen Vater immer geliebt. Als er tot war, wusste Robert nicht, wie er weitermachen sollte. Er verstand die Welt nicht mehr im wahrsten Sinne des Wortes.

Die andere Autoritätsperson in seinem Leben schien der Wall genau entgegengesetzte Gefühle zu haben. Roberts Mutter Alice heiratete nur wenige Monate viel über den Vorfall, außer dass Robert nicht zur Polizei ging und auch nicht seiner Familie davon erzählte. Danach verlor Robert endgültig den Halt. Er ging nicht mehr zur Messe und wandte sich schließlich komplett vom Glauben ab.

 Er glaubte nicht mehr, daß Religion sein rettender Anker war und zog sich noch weiter zurück. Ein bisschen Trost fand Robert trotzdem, auch wenn dieser aus einer ziemlich schrägen Richtung kam. 1965 sah Robert den Horrorfilm The Collector im Kino. Die Geschichte handelt von einem Mann, der eine junge Studentin entführt und in seinem Keller gefangen hält.

 Er versucht sie zu zwingen, sich in ihn zu verlieben. Am Ende lässt er sie jedoch sterben und sucht sich ein neues Opfer. Der Film zog Robert völlig in seinen Bann. Er musste die ganze Zeit daran denken. Er träumte sogar davon, wie es wäre, so etwas selbst einmal zu machen. Er beneidete den Entführer um seine Kompromisslosigkeit und sein Streben nach Kontrolle.

Gleichzeitig wusste Robert, dass er nicht wirklich jemanden entführen konnte. Obwohl er sich also manchmal vorstellte, die Handlung des Films ins echte Leben zu übertragen, ließ er die Idee nach einer Weile ziehen. Stattdessen versuchte Robert sein Leben in die Hand zu nehmen und es zum Besseren zu wenden.

 1967 machte er seinen Highschool Abschluss und zog von zu Hause aus. Er ging nach Westen und schrieb sich in Kansas City, Missouri, am Kansas City Art Institute ein. Nach dem Tod seines Vaters hat er sich Robert im Stillen der Kunst zugewandt, um den Verlust zu verarbeiten. Als Religion ihm nichts mehr geben konnte, tauchte er noch etwas tiefer in die bildenden Künste ein.

 Und nachdem er sich am Artinstitut eingeschrieben hatte, dachte er, dass er vielleicht Kunstprofessor werden könnte. Seine Dozenten und Dozentinnen waren sofort beeindruckt von ihm. Sie hielten ihn für einen talentierten und fleißigen Studenten. Robert schien seine Berufung gefunden zu haben, aber er ließ sich schnell von seinem Studium ablenken.

 Er nutzte seine neue gewonnene Unabhängigkeit, um mit Drogen zu experimentieren, vor allem mit Marihuana, LSD und Amphetaminen. Es dauerte nicht lange, bis Robert in Schwierigkeiten geriet. Im Frühjahr 1968 wurde der 19-jährige verhaftet, weil er einem Undercover Polizisten Amphetamine verkauft hatte.

 Robert kam zwar um eine Gefängnisstrafe herum, das brachte ihn jedoch nicht dazu, die Finger von den Drogen zu lassen. Einen Monat später wurde Robert erneut verhaftet. Dieses Mal wegen Besitzes von LSD und Mariuana. Er kam fünf Tage in uhhaft, bevor er aus Mangel an Beweisen entlassen wurde. Danach ließ Robert es erstmal ruhiger angehen, um nicht gleich wieder vor Gericht zu landen.

Das bedeutete aber nicht, dass sein Interesse an Drogen nachließ. Es verlagerte sich nur. Und irgendwann kam Robert auf die Idee, verschiedene Drogen an Tieren auszuprobieren. Doch damit nicht genug. Er fand nämlich auch, dass der beste Ort für seine Experimente die Kunsthochschule war. Er hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen gewissen Ruf unter seinen Mitstudenten und Mitstudentinnen.

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