Es brodelt gewaltig in der deutschen Medienlandschaft. Der heutige Fernsehabend bei Caren Miosga verspricht weitaus mehr zu werden als nur der übliche, routinierte politische Schlagabtausch, den man sonst sonntagabends gewohnt ist. Auf dem Gästestuhl nehmen prominente und überaus einflussreiche Gesichter Platz: Collien Fernandes, die Justizministerin Stefanie Hubik und der rechtspolitische Redakteur der Süddeutschen Zeitung, Ronen Steinke. Doch die eigentliche Brisanz dieser Runde liegt paradoxerweise gar nicht in den Anwesenden. Der wahre Skandal dreht sich um eine Person, die explizit nicht eingeladen wurde. Es handelt sich um den renommierten Medienanwalt von Christian Ulmen, Prof. Dr. Christian Schertz, der sich im Vorfeld proaktiv als Gast angeboten hatte, um eine dringend nötige Gegenstimme in einem äußerst brisanten und laufenden juristischen Verfahren zu bilden. Die offizielle Absage der Redaktion, die Sendung sei „bereits belegt“, gleicht für viele kritische Beobachter einem regelrechten redaktionellen Offenbarungseid.

Die Inszenierung eines medialen „Fernsehgerichts“
Dass eine öffentlich-rechtliche Talkshow, die eigentlich dem obersten Gebot der Neutralität und Ausgewogenheit verpflichtet ist, eine derartige und extrem einseitige Runde zusammenstellt, wirft fundamentale gesellschaftliche Fragen auf. Ulmens Rechtsbeistand findet für dieses Vorgehen drastische und klare Worte. Er bezeichnet die geplante Konstellation unverblümt als „Fernsehgericht“. Und wenn man sich die Situation genauer vor Augen führt, mutet es tatsächlich völlig bizarr an: Auf der einen Seite des Studios sitzt die Anzeigenerstatterin Collien Fernandes, flankiert von der höchsten Vertreterin der Justiz in Deutschland. Auf der anderen Seite – dort, wo der Platz des Beschuldigten beziehungsweise seines juristischen Vertreters sein müsste – herrscht gähnende Leere. Ein fairer Austausch der Argumente? Fehlanzeige.
Schertz kritisiert dieses Vorgehen scharf und nennt es auf Anfrage nicht nur unfair, sondern sogar eklatant rechtsstaatswidrig. Die Diskussion eines gerade erst eingeleiteten Ermittlungsverfahrens in einem derart einseitigen Setting gefährdet eines der höchsten Güter unseres demokratischen Rechtssystems: die Unschuldsvermutung. Jeder Bürger in diesem Land, unabhängig von seinem Prominenzstatus, hat das absolute Recht auf ein faires Verfahren, in dem Schuld oder Unschuld von neutralen, unabhängigen Richtern festgestellt wird – und ganz sicher nicht von TV-Moderatoren, Journalisten und der Twitter-Community. Es entsteht zwangsläufig der fatale Eindruck, hier solle zur besten Sendezeit ein mediales Voraburteil gefällt werden, noch bevor überhaupt ein ordentliches Gericht die Faktenlage und Beweise prüfen konnte. Für eine Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der einen klaren und gesetzlich verankerten Bildungs- und Informationsauftrag hat, ist dies ein beispielloses publizistisches Desaster. Die Gebührenzahler erwarten zu Recht eine objektive Berichterstattung, die alle Perspektiven beleuchtet, anstatt ein inszeniertes Tribunal im Ersten auszustrahlen.
Journalistische Sorgfaltspflicht auf dem Prüfstand
Dieser Vorfall ist bedauerlicherweise kein isoliertes Phänomen, sondern reiht sich nahtlos in eine bedenkliche und stetig wachsende Entwicklung der deutschen Talkshow-Kultur ein. Immer öfter drängt sich den Zuschauern der Verdacht auf, dass Redaktionen überhaupt nicht mehr an einem offenen, vielschichtigen und ehrlichen Diskurs interessiert sind, als vielmehr an der knallharten Durchsetzung einer ganz bestimmten narrativen Linie. Der alte juristische und journalistische Grundsatz des „Audiatur et altera pars“ – man höre auch die andere Seite – scheint in den Redaktionsstuben längst in Vergessenheit geraten zu sein. Wenn Leitmedien sich anmaßen, die moralische Deutungshoheit zu übernehmen und die Realität nach ihrem eigenen Gutdünken zu formen, leidet unweigerlich die journalistische Qualität massiv.
Werfen wir zum Verständnis einen kurzen Blick auf vergleichbare Formate in der deutschen Fernsehlandschaft, etwa die Sendung von Sandra Maischberger. Auch dort lässt sich laut Kritikern oft ein messerscharfes Muster erkennen: Bestimmte Gäste dürfen ihre Argumente ausführlich, ruhig und ohne Unterbrechung darlegen, während unliebsame Stimmen durch ständige Interventionen der Moderation im Keim erstickt oder durch geschickte Themenwechsel schlichtweg ausgebremst werden. Es geht scheinbar nicht mehr um den tatsächlichen Erkenntnisgewinn für den mündigen Zuschauer zu Hause auf der Couch, sondern lediglich um das orchestrierte Bestätigen vorgefertigter Meinungen. Wer applaudiert wann? Welcher Experte darf den finalen, einordnenden Satz sagen? Nichts davon wird in solchen Hochglanz-Produktionen dem Zufall überlassen.

Bei Caren Miosga wiederholt sich dieses gut geölte Schema nun auf einer noch heikleren, juristisch extrem sensiblen Ebene. Durch die gezielte und bewusste Auswahl der Gäste – darunter ein Redakteur der Süddeutschen Zeitung, der in der Vergangenheit nicht unbedingt für eine wohlwollende oder neutrale Haltung gegenüber der Gegenseite bekannt war – wird eine regelrechte Echokammer erschaffen. Die Abweisung des Ulmen-Anwalts verdeutlicht überdeutlich, dass ein echter, inhaltlich starker und kritischer Widerspruch schlichtweg unerwünscht ist. Das TV-Publikum soll in eine ganz bestimmte emotionale und moralische Richtung gelenkt werden. Das eigenständige, kritische Denken wird durch mundgerecht servierte Haltungen ersetzt.
Collien Fernandes und die fatale Instagram-Strategie
Doch nicht nur die fragwürdige Rolle der Medienvertreter sorgt in diesem brisanten Fall für heftiges Kopfschütteln. Auch das Verhalten von Collien Fernandes selbst wirft mittlerweile zunehmend kritische Fragen auf. Anstatt die laufenden juristischen Ermittlungen in Ruhe abzuwarten, sich zurückzuziehen und den Rechtsstaat einfach seine Arbeit machen zu lassen, wählt sie den hochgradig offensiven Weg über die sozialen Netzwerke. Diese Strategie der absoluten, aber unkontrollierten Transparenz, die oft eher an emotionale Kurzschlusshandlungen erinnert, könnte sich nun als gewaltiger Bumerang für sie erweisen.
Besonders ein Vorfall sorgt derzeit für massives Aufsehen im Netz: Als die Anwälte von Christian Ulmen in einem nüchternen Statement anmerkten, ihr Mandant habe bei der physischen Auseinandersetzung einen Kratzer am Hals davongetragen, reagierte Fernandes prompt auf Instagram. Völlig fassungslos schrieb sie dort für all ihre Follower lesbar sinngemäß: „Oh mein Gott, ich glaube es nicht. Er hatte einen kleinen Kratzer am Hals, weil mir ein Nagel eingerissen war.“
Diese Aussage ist aus rein juristischer und PR-technischer Sicht ein absolutes, unverzeihliches Fiasko. Sie versucht hierbei, das handfeste Ergebnis – nämlich eine dokumentierte physische Verletzung ihres Gegenübers – durch eine fast schon banale, beiläufige Erklärung zu relativieren. Ob nun ein eingerissener Fingernagel der eigentliche Auslöser war oder nicht, ändert rein faktisch nichts an der unumstößlichen Tatsache, dass sie physisch in einer Art und Weise agiert haben muss, die überhaupt erst zu dieser Verletzung führte. Wenn man jemandem aus Versehen mit einem kaputten Nagel am Hals kratzt, befand sich die eigene Hand unweigerlich in unmittelbarer Nähe des Halses der anderen Person. Diese Bagatellisierung zeigt eine bedenkliche Weigerung, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. In den Augen der breiten Öffentlichkeit und potenziell auch später vor den Schranken des Gerichts wirkt ein solches Statement extrem unüberlegt. Es demontiert die von ihr mühevoll aufgebaute Rolle des völlig unschuldigen Opfers Stück für Stück und rückt sie selbst in ein höchst ambivalentes Licht. Social Media verzeiht absolut nichts – und was einmal gepostet ist, wird zum unwiderruflichen Beweisstück in der brutalen Manege der öffentlichen Meinung.
Das eiserne Schweigen als stärkste Waffe
Ganz anders und strategisch weitaus klüger agiert hingegen die Gegenseite. Christian Ulmen hat sich bis zum heutigen Tag nicht ein einziges Mal persönlich und öffentlich zu den schweren Vorwürfen gegen ihn geäußert. Er überlässt das Sprechen in der Öffentlichkeit ausschließlich seinen professionellen juristischen Vertretern, die kühle, faktengestützte und trockene Statements abgeben. Dieses eiserne, fast schon stoische Schweigen steht in krassem Kontrast zu der lauten, oft emotional stark aufgeladenen und unberechenbaren Social-Media-Präsenz von Fernandes.
In der modernen Krisenkommunikation gilt nicht ohne Grund der Leitsatz: Wer sich ständig rechtfertigt, macht sich angreifbar. Hätte Collien Fernandes von Anfang an denselben diskreten Weg gewählt, den juristischen Prozess leise im Hintergrund abgewartet und nicht direkt die ganz große öffentliche Bühne gesucht – etwa durch aufsehenerregende Kampagnen mit Organisationen wie Hate Aid –, wäre ihr die bedingungslose Sympathie der breiten Masse vermutlich viel eher sicher gewesen. Stattdessen dreht sich die öffentliche Wahrnehmung momentan allmählich, aber spürbar. Die anfängliche Welle der Solidarität weicht einer stetig wachsenden Skepsis. Der Fokus der medialen Kritik richtet sich nicht mehr ausschließlich auf Christian Ulmen als den mutmaßlichen Täter, sondern zunehmend auch auf die fragwürdige Inszenierung des vermeintlichen Opfers. Das eigentliche Kernthema – ein ernster privater und womöglich strafrechtlich relevanter Konflikt – wird von einer fast schon absurden Schlammschlacht überlagert, in der jeder neue Post, jeder eingerissene Fingernagel und jede Talkshow-Teilnahme gnadenlos auf die Goldwaage der Moral gelegt wird.
Ein gefährliches Spiel mit dem Vertrauen der Gesellschaft
Die Konsequenzen dieses Falls reichen längst weit über die persönlichen Schicksale der unmittelbar beteiligten Prominenten hinaus. Es geht hier im Kern um das tiefe Vertrauen der Bürger in unsere medialen und rechtsstaatlichen Institutionen. Wenn ein mächtiger Sender wie die ARD zulässt, dass eine wichtige politische Sendung zur Plattform für einseitige Schuldzuweisungen verkommt, untergräbt er seinen eigenen, teuer bezahlten journalistischen Auftrag. Es bedarf einer dringenden und schonungslosen Rückbesinnung auf alte Tugenden: Sachlichkeit, Ausgewogenheit und der tiefe Respekt vor dem juristischen Prozess.
Ein „Fernsehgericht“, das völlig ohne die Verteidigung tagt, hat in einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft schlichtweg nichts verloren. Es befeuert nur die toxischen Dynamiken der modernen Empörungskultur und spaltet die ohnehin schon polarisierten Zuschauer in unversöhnliche Lager. Für uns als Medienkonsumenten bleibt die bittere Erkenntnis, dass wir das Geschehen auf unseren Bildschirmen kritischer denn je hinterfragen müssen. Wer bekommt in diesem Land eigentlich das Wort? Wer wird gezielt zum Schweigen gebracht? Welches Framing wird uns subtil, aber wirkungsvoll serviert? Und vor allem: Wem nützt diese einseitige Berichterstattung am Ende wirklich?
Ein wegweisendes Lehrstück für die Zukunft
Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass sich in diesem unschönen Promi-Drama die sachliche, detaillierte juristische Aufarbeitung durchsetzt und nicht das lauteste Echo in der medialen Arena den Sieger bestimmt. Die Causa Fernandes/Ulmen zeigt uns allen eindrucksvoll und erschreckend zugleich, wie schmal der Grat zwischen berechtigter Aufklärung und brutaler medialer Vorverurteilung heutzutage geworden ist. Wer in echten Krisenzeiten die Nerven behält, die Tastatur ruhen lässt und voll und ganz auf den Rechtsstaat vertraut, hat langfristig oft die deutlich besseren Karten. Bis das echte Gericht – und nicht das laute Fernsehgericht bei Caren Miosga – sein finales Urteil fällt, bleibt uns nichts anderes übrig, als sehr genau hinzuschauen, die Mechanismen der Meinungsbildung stetig zu hinterfragen und sich keinesfalls von emotionalen Inszenierungen und eingerissenen Fingernägeln blenden zu lassen. Die Wahrheit braucht schließlich keine bequemen Echokammern, sondern den mutigen, ehrlichen und offenen Diskurs.
News
Brüssel unter Schock: Der wachsende Widerstand in Osteuropa und das Beben der Souveränität
Das politische Beben in Europa ist unübersehbar, und die Schockwellen haben längst die innersten Zirkel der Macht in Brüssel erreicht. In den gläsernen Palästen der Europäischen Union und in den Redaktionsstuben der großen Mainstream-Medien macht sich ein Gefühl breit, das man dort lange nicht kannte: echte, unverhohlene Panik. Der Grund dafür ist so simpel wie […]
Brüssel alarmiert: Peter Magyars riskante Kampfansage an die EU und das System
Ein neues politisches Zeitalter ist in Ungarn angebrochen, und die Schockwellen sind bis tief in die Gänge der Europäischen Kommission in Brüssel zu spüren. Peter Magyar, der neue Premierminister Ungarns, hat vom ersten Tag seiner Amtszeit an unmissverständlich klargemacht, dass er nicht angetreten ist, um leise Töne anzuschlagen oder sich dem Willen der europäischen Institutionen […]
Paukenschlag in Europa: Warum Peter Magyar für Brüssel gefährlicher ist als Viktor Orbán
Europas politische Landschaft bebt, und das Epizentrum liegt einmal mehr in Budapest. Als Peter Magyar in sein neues Amt gewählt wurde, atmeten einige einflussreiche Akteure in Brüssel zunächst vorsichtig auf. Nach Jahren der unermüdlichen Konfrontationen und der rhetorischen Schlammschlachten unter der Führung von Viktor Orbán keimte in der Europäischen Kommission die leise Hoffnung auf, dass […]
Schock-Gesetz in Amsterdam: Der radikale Angriff auf die Freiheit und warum Deutschland als Nächstes dran ist!
Was wie die absurde Handlung eines dystopischen Science-Fiction-Romans aus den Neunzigerjahren klingt, ist mitten in Europa bittere Realität geworden. Die niederländische Metropole Amsterdam, einst weltweit gefeiert als Inbegriff von Freiheit, Toleranz und unbeschwertem Lebensgefühl, hat einen beispiellosen politischen Beschluss gefasst. Ein umfassendes und striktes Werbeverbot für Fleisch, Flugreisen und sämtliche Produkte, deren Herstellung auf fossilen […]
Last-Minute-Schock im Wahlkampf: Wenn politische Debatten plötzlich auf die Straße verbannt werden!
Der politische Wahlkampf in Sachsen-Anhalt erreicht aktuell eine ganz neue Dimension der Auseinandersetzung. Was sich in den vergangenen Tagen rund um eine geplante Wirtschaftsveranstaltung der AfD abgespielt hat, gleicht einem beispiellosen politischen Krimi, der grundlegende Fragen über den Zustand unserer demokratischen Diskussionskultur aufwirft. Die Ereignisse überschlagen sich, die rhetorischen Klingen werden gewetzt, und im Zentrum […]
Energie-Schock und Machtkampf: Warum die Slowakei die EU verklagt und was das für Europa bedeutet
Ein politisches Beben erschüttert die Europäische Union in ihren Grundfesten. Was auf den ersten Blick wie eine hochtechnische Debatte über energiepolitische Regulierungen wirkt, hat sich in Rekordzeit zu einem existenziellen Machtkampf ausgewachsen, der die Zukunft Europas neu definieren könnte. Die Slowakei, unter der Führung von Premierminister Robert Fico, hat eine Kampfansage formuliert, die an Deutlichkeit […]
End of content
No more pages to load









